Pressemitteilung
Konstanzer reicht Petition gegen Portoerhöhung ein

Die Deutsche Post hat angekündigt, das Porto für Briefe zum Jahreswechsel neuerlich zu erhöhen. Dies ist die dritte Anhebung innerhalb kurzer Zeit. Auch wenn das Entgelt recht lange unverändert blieb, sind die nun aufeinander folgenden Portoerhöhungen gerade auch für Menschen mit wenig Geld eine ganz erhebliche Belastung, das meint zumindest der Konstanzer Dennis Riehle, der dem Petitionsausschuss des Bundestages eine Eingabe vorgelegt hat, die eine Änderung des bestehenden Postgesetzes (PostG) vorsieht. Die dynamische Entwicklung der Entgeltanpassungen wird seiner Meinung nach nur unzureichend in der Berechnung von Sozialleistungen berücksichtigt. Auch zweifelt der Petent an den Gründen, die die „Deutsche Post“ für ihre Erhöhungen vorgibt – und verlangt deshalb, die Kontrollen durch die für Postangelegenheiten verantwortliche „Bundesnetzagentur“ konsequenter zu betreiben. Auch für die Wirtschaft seien die Anhebungen des Portos nicht nur ein Wettbewerbsnachteil, sondern gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ein Hemmnis im Wachstum. Für die öffentliche Hand, die auf den postalischen Schriftverkehr angewiesen ist, sieht Riehle eine erhebliche Auswirkung für das Budget.

Zwar fordert Riehle, dass eine Begrenzung der Portoerhöhungen nicht zu Lasten der Beschäftigten bei der „Deutschen Post“ gehen dürften. Die Argumentationen des Vorstandes nach ständig wachsenden Kosten hält Riehle aber für „vorgeschoben“. Entsprechend sollen auch die bisherigen Preisanhebungen nochmals überprüft werden. In der Eingabe heißt es in Bezug auf das Unternehmen: „Selbst wenn die Privatisierung wettbewerblichen Spielraum garantiert, müssen marktbeherrschende Anbieter von Dienstleistungen der Daseinsvorsorge zur Verhältnismäßigkeit gedrungen werden. Der Gesetzgeber hat die Aufgabe, Machtpositionen Einhalt zu gebieten und in der Ausgestaltung von Preisen dort Grenzen zu setzen, wo die Bürger auf die die öffentliche Infrastruktur angewiesen sind. Zwar sieht die aktuelle Fassung des PostG eine Regulierung durch die zuständige Behörde vor. Eine tatsächliche Orientierung zur Limitierung von Entgelten liefert das Gesetz allerdings nicht. Es gibt der Aufsicht lediglich ‚Maßstäbe zur Entgeltgenehmigung‘ (§ 20 PostG) an die Hand, ohne – wie in anderen Bereichen – entsprechende ‚Bremsen‘ oder ‚Koppelungen‘ zu formulieren“.

In seiner Petition formuliert Riehle überdies: „Auch im Zeitalter der elektronischen Kommunikation ist der Briefwechsel bis heute eine nicht aus dem Alltag wegzudenkende Selbstverständlichkeit. Verbindlichkeit und Authentizität kann oftmals nur in der postalischen Schriftform erreicht werden. Behörden, Ämter und Institutionen verlangen zu Recht auch weiterhin in vielen Fällen das Einhalten des Postweges für die Gewährleistung von Datenschutz und Sicherheit im Austausch von Informationen. Rechtliche Gültigkeit wird in vielen Fällen nur durch den Nachweis der Papierform erzielt. Unter diesem Umstand sind alle Bürgerinnen und Bürger verpflichtet, neben den kostenlosen Wegen der digitalen Kommunikation den nicht entgeltfreien Schriftverkehr – besonders auch im öffentlichen Bereich – zu pflegen. Zur sozialen, politischen und wirtschaftlichen Teilhabe gehört die Möglichkeit, per Post kommunizieren zu können. Nur so entstehen Rechtsansprüche, die auch dazu beitragen können, Existenzsicherung zu wahren. Solange der Staat und seine Körperschaften berechtigt verlangt, den Postweg als unverzichtbares Kommunikationsmittel vorzuschreiben, muss er auch dafür sorgen, dass der Zugang zur postalischen Kommunikation gesichert bleibt“.

Die Petition kann unter https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_10/_21/Petition_61714.html von jedermann mitgezeichnet und damit auch unterstützt werden.

[Dennis Riehle]

Glosse zur Familiensynode

An manchen Orten malen die Mühen langsam. Und wiederum an anderen Orten bleiben die Uhren vollständig stehen. Doch die Rettung naht: Nein, nicht Jesus persönlich stieß den Zeiger wieder an, sondern viele von seinen Nachfolgern auf weltlichem Boden – ganz vorne dabei die leibeigene Stellvertretung. Papst Franziskus, der Revolutionär, hat es doch tatsächlich vollbracht. Das, was in der westlichen Hemisphäre als selbstverständlich galt, war offenbar in diesem kleinen Flecken Erde namens „Vatikan“ in den vielen unterirdischen Gängen und Verstecken wohl behütet worden: die Menschenrechte.

Es kommt also mindestens einem Wunder gleich, dass die Synode von Kardinälen und Bischöfen in Rom zur Weisheit des Heiligen Geistes gelangen durfte und feststellte: Homosexuelle verdienen doch tatsächlich Respekt! Ja, es war wohl über lange Zeit hinweg unklar, wie man diese in ständiger Sünde lebenden Geschöpfe denn nun einordnen soll: Sind es wirklich Menschen, die da ihres gleichen Geschlechts zu lieben vermögen? Nun, das wäre vielleicht für den Anfang dann doch etwas zu viel. Mit Gnade und Barmherzigkeit solle man ihnen begegnen, diesen vom Weg abgekommenen Kreaturen, denen doch hinter manch vorgehaltener Hand katholischer Priester schon einmal die Verantwortung für ihre Verwirrung genommen wurde – denn wie solle es zu solchen Entgleisten gekommen sein, beim schöpferischen Akt – der Schaffung von Leben -, wenn nicht durch den Herrn persönlich?

Ja, es ist auch wirklich keine schöne Sache, wenn der Chef selbst seine eigenen Mitarbeiter in solche Zwickmühlen fallen lässt. Da formt er sein Ebenbild – und kommt immer öfter vom eigenen Plan ab. Nicht Mann zu Frau, sondern im Gräuel der Gleichgeschlechtlichkeiten begehren sich dort einige. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“*, wird so mancher Pfarrer fragen, wenn das Weibe vor ihm steht und etwas beichtet, was streng genommen mit dem Tode zu bestrafen ist. Doch der Pontifex will es nicht anders: Respekt soll man ihr zollen, statt sie mit Steinen zu bewerfen – vielleicht auch besser so, denn wer im liturgischen Gewand kann es sich zutrauen, den ersten Stein in die Hände zu nehmen**? Aber ein bisschen Mitleid darf es auch weiterhin sein. Dem Schwulen helfen, nicht der aktiven Lust zu verfallen, höchstens der passiven – das ist doch pure Zuwendung. Und so schwierig dürfte es auch nicht sein: Das Existieren in Enthaltsamkeit und Keuschheit, wer kennt es im Klerus denn nicht, ist ein Geschenk – genauso wie unbequeme Socken. Es drückt und kratzt, doch Oma im Himmel sieht es so ungern, wenn man Handgestricktes nicht mit Würde trägt.

A propos: Würde? Vielleicht gibt es das beim nächsten Mal, wenn sich die Gesandten wieder um diesen oder einen neuen „Brückenbauer“ versammeln werden. Bis dahin bleibt der Homosexuelle der, der die Erbsünde trägt. Für seinen Mut, vom Baume gegessen zu haben, gibt es schon jetzt lobende Worte. Doch mit den Konsequenzen muss er dann doch erst einmal allein klarkommen. Tatsächlich sind wir Schwule und Lesben Gebeutelte, denen jeden Tag neu ihre Schmach offenbar wird. Wer einst dachte, das schelmische Grinsen des Jorge Mario Bergoglio*** sei Ausdruck von Freundlichkeit, der weiß spätestens jetzt, dass es lediglich die Zufriedenheit über seinen großen Erfolg ist: Respektieren statt Tolerieren, Ignorieren statt Akzeptieren. Für einen Tag reichte diese gefuchste Gleichung, um sich in der ganzen Weltpresse neuer Huldigungen sicher sein zu können. Und was interessiert das Morgen, wenn es doch 2000 Jahre brauchte für diesen Meilenstein. „Komm, sag es allen weiter, ruf es in jedes Haus hinein“****: Homos sind auch nur Menschen!

* Johannes 9, Vers 26 – 27 (u.a.)
** nach Johannes 8, 7
*** Bürgerlicher Name von Papst Franziskus
**** Evangelisches Gesangbuch (Nr. 225)

[Dennis Riehle]

Veröffentlicht unter Glaube.

Kommentar
Vermischung verharmlost rückständige Strömungen innerhalb des Islams

Wenn Politiker nach den Sorgen in der deutschen Bevölkerung vor einem wachsenden Einfluss des Islam in der Bundesrepublik gefragt werden, bedienen sie sich nicht selten einem Vergleich, der nicht nur hinkt, sondern auch gefährlich ist: Erst kürzlich war es wieder eine Vertreterin von „Bündnis 90/Die Grünen“, die in einer Talkshow feststellte: Ängste seien deshalb unbegründet, weil ja nicht nur der Koran voll sei von Gewalt und Hass. Die Bibel sei es mindestens genauso. Und Christen würden deshalb ja auch nicht zu radikalen Kämpfern, die den Staat bedrohten.

Man möchte nicht nur dieser Politikerin nahelegen, sich nochmals mit der Geschichte zu befassen. Alle Religionen waren oder sind über lange Zeiten hinweg Auslöser von Kriegen und Auseinandersetzungen gewesen. Durch verschiedenste Einflüsse gelang es einigen Weltanschauungen, sich einer Säkularisierung zu unterziehen. Der teilweise mühsame Weg der Auslegung „Heiliger Schriften“ ist auch im Christentum bis heute nicht vollends abgeschlossen. Und auch nicht überall hat die Aufklärung dazu geführt, Menschen zu befähigen, Aufzeichnungen aus der Vergangenheit so zu interpretieren, dass nicht das geschriebene Wort, sondern die daraus wirkende Botschaft symbolhaft als Handreichung dienen soll, die stets einer Reflexion durch unseren Verstand bedarf.

Die islamische Welt hat bis heute kaum die Möglichkeit gehabt, sich diesen „vernünftigen“ Blick auf ihren Koran anzueignen. Exegese ist nicht gewollt und deshalb auch nicht praktiziert. Ob man „den Muslimen“ dafür eine Verantwortung geben kann, mag dahingestellt bleiben. Manche Beobachter sagen, das Christentum habe „Glück“ gehabt, mit der Demokratie in Berührung gekommen zu sein. Erst dadurch sei es unumgänglich gewesen, rechtsstaatliche Werte und Normen über religiöse Bestimmungen zu stellen – und das von großen Teilen der Gesellschaft auch akzeptiert. Allerdings zeigen Erfahrungen der letzten Jahre, dass der Versuch, Menschenrechte zu oktroyieren, zwangsläufig zum Scheitern verurteilt ist, solange die Zeit nicht ausreichte, um das Begreifen dieser Zusammenhänge auch bis in die Tiefen der verschiedenen Völker zu tragen.

Religionen scheinen besonders dann anfällig, missbraucht zu werden, wenn ihr Machtanspruch nicht durch geistliche Autoritäten relativiert wird. Fehlender Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, wirtschaftliche und soziale Nöte sowie Perspektiven für das Leben, die sich allein auf dem Glauben begründen, sind Katalysatoren für eine besonders extreme und offensive Verteidigung der eigenen Überzeugung. Nein, all das kann, soll und darf Anhänger einer Weltanschauung nicht in Schutz nehmen, wenn sie im Namen ihrer Religion zu Unfrieden anstiften. Denn auch wenn der humanistische Einfluss Schwierigkeiten hat, in den Regionen mit überwiegend islamischer Prägung überhaupt Fuß zu fassen und nur von einzelnen Minderheiten, Strömungen oder Einzelpersonen geteilt wird, die wiederum in Angst vor den radikalisierten Kämpfern leben, kann ich auch von letztgenannten Extremen, die Respekt und gar Unterordnung einfordern, erwarten, den Erdball als einen Ort zu begreifen, an dem es aus reiner Vernunft nur im Miteinander funktioniert. Es sei denn, ich muss mir eingestehen, dass große Breiten des Islams einem Fanatismus unterworfen sind, dem mit Rationalität nicht zu begegnen ist.

Man kann sicher feststellen, dass einem nicht geringen Teil der islamischen Welt, der (wie die meisten anderen Religionen auch) – und das durchaus verständlich – seine Grundlagen in den religiösen Schriften findet, die Fähigkeit zur Selbstkritik, die die notwendigste Eigenschaft für eine gesunde Weltanschauung ist, zum jetzigen Zeitpunkt fehlt. Wer dagegen hält und entsprechend Vergleiche zwischen den Religionen bemüht, vergisst, dass die Trennung zwischen Buchstabentreue eines religiösen Bekenntnisses und der gelebten Praxis der Gläubigen zwar für weite Teile des Christentums gelten mag, aber deswegen keinesfalls für den Islam selbstredend ist. Wer vermischt und leugnet, dass zwischen Theorie und Anwendung von Auffassungen natürlicherweise nicht unterschieden wird, der gewährt einer Vielzahl von Muslimen einen ungerechtfertigten Vorschuss an Vertrauen.

Die Naivität, zu denken, was im Christentum normal sei, könne auch von anderen Religionen abverlangt werden, setzt voraus, von gleichen Standpunkten aus zu argumentieren. Und natürlich sind es wiederum nicht „alle Muslime“ und auch nicht der „gesamte Islam“, die unserer Kultur und dem unsrigen Verständnis von der Welt vollkommen abgeneigt wären. Positive Erfahrungen zeigen, dass eine geordnete Integration durchaus in der Lage ist, auch Gläubige aus dem Islam, die bereits mit Bildung und Weitsicht in unserem Land um Aufnahme bitten, von einem säkularisierten Gesellschaftsmodell zu begeistern, in dem eine Verfassung gilt, die zwar auch schon in die Jahre gekommen ist und immer wieder neu eine zeitgemäße Deutung braucht – aber eben bereits unter einer Atmosphäre entstand, in der Religion und Staat eine klare Rangfolge einnahmen.

Uns steht es keineswegs zu, aus Begeisterung über unseren Glauben oder unsere Ideologie gleichsam der restlichen Welt diese Errungenschaften aufzuzwingen. Doch eines können wir verlangen: Wer zu uns kommt, darf nicht den Genuss der Freiheit kosten, den wir so lieben, ohne dafür auch Verpflichtungen einzugehen. Und der kleinste Nenner bleibt dabei die Achtung vor einer Tradition, einer Geschichte und einer Staatsform, über die wir nicht verhandeln können. Praktizierter Glaube muss sich in dieses Geflecht aus Grundsätzen einfinden – auch wenn Schriften etwas Anderes verheißen. Wer diesen Spagat nicht bewältigen kann, wird immer wieder in Konflikt mit Gesetz und Gesellschaft geraten. Und auch diejenigen, die in ihrer Fürsorglichkeit jedem neuen Mitbürger in unserem Land pauschal diese Fertigkeit zusprechen, sind mitverantwortlich für berechtigte Sorgen über eine „Islamisierung“ in der Bundesrepublik, die letztlich nichts Anderes beschreibt als die Furcht vor dem Verlust über Jahrhunderte errungener säkularer Rechte. Gutgläubigkeit passt eben einfach nicht in Epochen, in denen wir einen Umbruch erleben…

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung
…und mich für eine Interessenpolitik kritischer Homosexueller stark mache…

Mehr Rechte hier, mehr Gleichstellung dort: Interessenverbände vertreten die Anliegen ihrer Mitglieder. Zweifelsohne dürfen sie das, doch kritisch wird ein solcher Einsatz immer dann, wenn er den Eindruck erweckt, für eine ganze Gruppe sprechen zu wollen – oder ideologisch einseitige Forderungen zu stellen. Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Homosexuellen in Deutschland weitere Gleichberechtigung zukommen zu lassen. Mit Nachdruck und Engagement werden nahezu täglich neue Missstände aufgezeigt und Appelle gegen die angeblich noch immer stark ausgeprägte Diskriminierung Schwuler und Lesben gerichtet.

Ich bin selbst schwul – und stehe deshalb nicht im Verdacht, einen Verband zu kritisieren, der überhaupt nicht mein Klientel repräsentieren würde und von dem ich keine Ahnung hätte. Im Gegenteil: Ich sehe mich als Verfechter für die Anliegen Homosexueller. Und trotzdem bin ich nun aus dem LSVD ausgetreten. Warum? Ich formulierte es vor kurzem mit einer schon nahezu abgedroschenen Floskel: „Nicht die, die besonders laut schreien, müssen immer Recht haben“. Denn diesen Eindruck erweckt der Lesben- und Schwulenverband seit Jahren auf mich. Nahezu das Mitleid von Politik und Bevölkerung, Menschenrechtlern und Antidiskriminierungsstellen provozierende Aussagen sind nicht das, was für mich eine gute Interessenvertretung ausmacht.

Ein Mitstreiter erklärte mir vor einiger Zeit, es müsse das Ziel der Schwulen- und Lesbenbewegung sein, mindestens die gleichen Rechte für Homosexuelle zu erreichen wie für die restliche Bevölkerung. Mindestens genauso viele Rechte wie für andere Bürger? Nein, ich möchte nicht „besser“ behandelt werden wie der Heterosexuelle aus der Nachbarschaft – denn ich habe keine besondere Fürsorge nötig. Strukturelle Folter und Gewalt gibt es gegenüber Homosexuellen in Deutschland glücklicherweise schon seit längerem nicht mehr. Und trotzdem beschleicht mich die Wahrnehmung, dass gerade eine zugespitzte, weit übertriebene Darstellung der Dinge Verantwortliche in der Gesellschaft unter Druck setzen soll. „Seht her, wie schlecht es uns Schwulen und Lesben doch geht“, könnte man die Eindrücke zusammenfassen, die man beim Lesen von Veröffentlichungen des LSVD erhält.

Ich frage mich, wie ein Miteinander funktionieren soll, wenn jeder Interessenverband der vielen Minderheiten in Deutschland derart offensiv seine Sichtweisen vertreten würde, wie es der LSVD tut. Es geht nicht schnell und weit genug, was die Politiker beschließen. Es reicht nicht aus, was an großen Schritten bereits erreicht wurde. Ob „Homo-Ehe“, Steuergleichheit oder Adoptionsrecht – wenn es nach dem LSVD ginge, wäre all das schon vorgestern umgesetzt worden. Ohne Rücksicht darauf, dass eine Gesellschaft auch Zeit benötigt, Veränderungen anzuerkennen. Das Grundgesetz garantiert uns allen Würde und sichert auch zu, niemanden zu benachteiligen. Natürlich ist der Status von Schwulen und Lesben in verschiedenen Bereichen noch nicht der, den Heterosexuelle ganz selbstverständlich erreichen. Aber können wir von einer strukturierten und gar systematischen Herabwürdigung sprechen, die Homosexuellen quer durch die Lande zuteilwird? Und was verstehen wir eigentlich unter Nichtachtung? Ist beispielsweise das Festhalten an der verschiedengeschlechtlichen Ehe als Idealtypus des Zusammenlebens und des Ortes von Fortpflanzung gleichzusetzen mit einer Diskriminierung homosexueller Partnerschaften?

Wir sind heutzutage rasch dabei, uns über Ausgrenzung zu beschweren. Dort, wo nicht alles gleich ist, scheinen zwangsläufig Schmähungen zu herrschen. Ich weiß nicht, ob der LSVD tatsächlich für alle Lesben und Schwule in Deutschland spricht, wenn er einerseits Toleranz einfordert – andererseits gerade Homosexuelle aber selbst am besten wissen, wie intolerant es in den eigenen Reihen zugeht. Oberflächlichkeit prägt oftmals das Miteinander. Der Körperkult entscheidet über den Wert eines Menschen. Und beim CSD betreiben wir eine Sexualisierung – von einer politischen Demonstration sind nackte Oberkörper und der Wettbewerb um das schönste Kostüm geblieben. Nein, nicht nur die ältere Generation nimmt daran Anstoß – auch ich stehe immer wieder irritiert am Straßenrand, wenn sich mitten im Sommer vermeintliche Karnevalszüge an mir entlang rauschen. Schwule und Lesben wollen ein gleichwertiger Teil der Gemeinschaft sein – und setzen dennoch immer wieder darauf, Vorurteile zu bedienen und eine Parallelwelt (die bekannte und unter Homosexuellen gleichsam verpönte wie geliebte „Szene“) aufrecht zu erhalten.

Man schreibt mir die Eigenschaft zu, in vielen Fragen „konservativ“ zu sein. Und ja: Ich halte durchaus an Traditionen fest – und habe zumindest Verständnis dafür, dass Normvorstellungen nicht von jetzt auf nachher wandlungsfähig sind. Gerade der LSVD spricht immer wieder von der Vielfalt – in Wirklichkeit verfolgt er nicht nur eine Gleichmacherei, sondern den Versuch, seiner Sicht eine pauschale und unumstößliche Verbindlichkeit zu verleihen. Kritische Meinungen über das Konzept des Verbandes sind nicht willkommen. Die Mitarbeit von Mitgliedern, die nicht „auf Linie sind“, scheint nicht gewollt. Sprachlosigkeit gegenüber differenziert Denkenden ist auch eine Form der Missachtung. Und sie habe ich im LSVD so erlebt: Zurücksetzung gerade dort, wo die Freiheiten der Demokratie bis auf das Letzte ausgereizt werden sollen. Ein Verband, der über seine Weltanschauung nicht zu reflektieren bereit ist und keinen Hehl aus seiner eindeutigen politischen Gesinnung macht, braucht aus meiner Sicht ein Gegengewicht. Denn ich weiß, dass ich nicht der einzige „bürgerliche Schwule“ in diesem Land bin…

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Kennen Sie eigentlich Ihre Mitbürger? Wissen Sie, wer Ihr Nachbar ist? Und woher Ihr die Bewohner von der nächsten Tür stammen? Litzelstetten ist spätestens seit der zunehmenden Bedeutung der Universität zu einem prosperierenden Teilort geworden, der sich in der Zusammensetzung seiner Bevölkerung verändert hat. Studierende und Lehrende haben sich hier niedergelassen, aber auch für junge Familien wird unser Dorf immer häufiger ein attraktives Lebensumfeld – und nicht zuletzt auch die älteren Menschen schätzen die Mischung aus guter Infrastruktur und ländlichem Raum.

Doch durch die verstärkte Fluktuation fällt es auch immer schwerer, die „Ureinwohner“ mit den neu nach Litzelstetten gezogenen Bürgern in Austausch zu bringen. Manches Mal holt uns der Eindruck ein, die Einheimischen bilden ihre beständigen Strukturen. Und die „Reing’schmeckten“ vernetzen sich (verständlicherweise) unter ihresgleichen. Bürger, deren Vorfahren schon in Litzelstetten lebten, aber auch Menschen, die nun schon seit Jahrzehnten hier wohnen, und diejenigen, die ganz frisch zur „Dorfgemeinschaft“ zählen – unter ihnen Kontakte zu knüpfen, ist es eine Herausforderung. Nicht erst durch diejenigen, die derzeit in unserer Stadt Asyl und Zuflucht suchen, wird das Miteinander lebendiger. Bereits seit Jahren merken wir, wie neue Bürger Innovationen, Anregungen und Ideen „von außen“ beisteuern. Und gleichzeitig wäre unser Ort viel ärmer, gäbe es nicht die, die Geschichten aus Litzelstetten erzählen könnten, Traditionen pflegen und sich mit Gepflogenheiten und Historie auskennen.

Um diese wertvollen Ressourcen zu verbinden, „alte“ und „neue“ Litzelstetter anzunähern, sich gegenseitig auszutauschen, einander mit Informationen zu helfen, Vereine und Institutionen vorzustellen, Tipps und Ratschläge für das „Einleben“ zu geben oder einfach nur über aktuelle Themen, Interessen und Freizeit ins Gespräch kommen, locker miteinander plaudern und somit Nachbarschaften vital zu gestalten – das soll Ziel eines angedachten „Litzelstetter Nachbarschaftstreffs“ sein, der in Form eines Stammtischs regelmäßig in ungezwungener Runde diejenigen einlädt, die den Ort schon lange kennen oder erst seit kurzem hier sind. Wer Freude am Kennenlernen, Neugier auf neue Kontakte oder Lust darauf hat, die Mitbürger über die eigenen vier Wände hinaus kennen zu lernen, ist herzlich willkommen!

Initiator Dennis Riehle, der seit Geburt in Litzelstetten wohnt, erklärt seine Idee mit den eigenen Erfahrungen: „Natürlich kenne ich die Einheimischen. Aber auch in meinem Umkreis gibt es einen beständigen Wechsel. Und mit manchen Bewohnern vom Haus gegenüber, die nun schon seit Jahren oder Monaten dort leben, konnte ich noch nie einige Worte wechseln. Dabei ist es doch gerade im Angesicht des demografischen Wandels von großer Bedeutung, die kleinräumigen Nachbarschaften als besonders wichtig zu würdigen“. Langfristig könnte überlegt werden, so Riehle, ein derartiges Projekt an einen der bestehenden Vereine anzuschließen.

Zunächst werden Interessierte gebeten, die an einem „Nachbarschaftstreff“ Gefallen finden, sich Dennis Riehle zu melden (vorzugsweise per Mail: email@riehle-dennis.de, alternativ auch Tel.: 07531/955401), damit aus der Resonanz deutlich wird, ob derartige Treffen auf Anklang stoßen.

[Dennis Riehle]

Kommentar für das Stadttheater Konstanz, Saison 2015/2016

„Wer keinen Gott hat, braucht auch keinen Teufel!“, so erklärte es mir ein atheistischer Freund auf meine Frage, ob er denn an die Hölle glaube. Und wie das dann mit „böse“ und „gut“ sei, entgegnete ich. Wer urteilt darüber, was „falsch“ und was „richtig“ ist, wenn es nicht der urteilende Schöpfer sein kann, der uns im ewigen Gericht erwartet, wie es beispielsweise die Christen sehen? Zugegeben, als „Humanist“ lag mir die Antwort eigentlich auf der Zunge – und ich hatte gedacht, dass auch mein Gegenüber zu dem Schluss kommt, dass es der Mensch ist, der sowohl Gott, aber damit eben auch seinen Widersacher für die Einklassifizierung als bestimmende Akteure über die Erdenbewohner „erschaffen“ hat.

Doch nein, die Aussage meines Kollegen fiel völlig anders aus: Er bezog sich auf den Sprecher der „Giordano-Bruno-Stiftung“, den atheistisch denken und sicherlich führenden Intellektuellen der säkularen Bewegung, Dr. Michael Schmidt-Salomon, der 2009 in seinem Buch „Jenseits von Gut und Böse“ die Unterteilung in diese Kategorien aufgehoben hat – und sie letztlich als allein subjektive Zuschreibungen des Menschen ansieht. Im Vergleich mit der Tierwelt argumentiert er, dass dort Vieles passiert, was wir als „böse“ bezeichnen würden, aber im animalischen Sinne ganz natürlich ist (beginnend beim Erlegen von Beute bis hin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen um Höhlen oder Unterschlupf).

Ist „das Böse“ also eigentlich nichts, was wir verdammen und wovor wir uns fürchten müssen? Ist „das Gute“ letztlich genauso neutral besetzt wie das, was wir als schrecklich wahrnehmen? Und braucht es folglich keinen Teufel – und damit auch keinen Gott? Wenn wir nach der Unterwelt fragen, dann bewegen wir uns nach meiner Einschätzung in Richtung der „Gretchen-Frage“. Schmidt-Salomon argumentiert in seinen Thesen, dass mit der evolutionär vorgegebenen Entwicklung der Dinge eine Wertung oder Klassifizierung in Himmel und Hölle, in das Gute und das Schlechte, in Diesseits und Jenseits, zumindest objektiv unnötig sei. Dennoch ist der Mensch durch seine Ausformung wohl das einzige Wesen, das dennoch zu einer subjektiven Einordnung in der Lage ist.

Blickt man auf die Geschichte der Religionen, so waren das „Gute“ und das „Böse“ bis heute Gründe, um Gläubige zu einem Leben nach Regelungen zu bewegen. Ob es die „Zehn Gebote“ sind, Anweisung und Verbote in Sachen Sexualverhalten oder Ernährung, das Einhalten von Dogmen und Sakramenten – mit Hoffnung auf die himmlische Ewigkeit oder der Angst vor der höllischen Unterwelt wurden schon Milliarden von Menschen im Sinne verschiedenster Religionen zu Marionetten von Willen und Macht. Was hätten die Gelehrten damals und die Kirchenführer von heute noch in der Hand, wenn sie nicht mehr mit dem „Guten“ und dem „Bösen“ argumentieren könnten?

Richtigerweise entgegnete mir mein Freund an diesem Punkt, dass Himmel und Hölle ja auch dazu dienen würden, den Menschen auf geordnete Bahn zu bringen. Dort, wo das Instrument der Strafe für ein sündhaftes Verhalten nicht mehr existiere, fehle die Abschreckung. Wir würden zurückfallen in das Denken der Steinzeit, wo allein das eigene Überleben im Mittelpunkt stand – und jede Hemmung ausblieb, zum persönlichen Nutzen die Integrität des Nächsten zu vergessen. Ich frage mich aber: Sind es allein die Drohungen mit Bestrafung, Hölle und „Jüngstem Gericht“, die uns abhalten, in Anarchie, Missgunst und Respektlosigkeit zurückzufallen?

Nein, ich bin überzeugt, dass wir heute gut auf die Bilder von der „Himmelspforte“ und dem „Tor in die Unterwelt“ verzichten könnten. Höre ich mich unter jungen Menschen meiner Generation um, so definieren sie Normen und Werte nicht mehr aus der Überlegung heraus, dabei von „Gut“ und „Böse“ im jenseitigen Verständnis gelenkt zu werden. Nicht nur ihnen, sondern auch denen, die als Nicht-Religiöse den Vorstellungen von „Fegefeuer“ und „Paradies“ kaum Bedeutung werden schenken können, ist viel eher ein Grundsatz wichtig: Humanität.

Während Tiere nicht zwingend abschätzen können, dass sie ihre Artgenossen zum Fortbestand bedürfen, ist sich der Mensch durchaus bewusst: Alleine ist ein Überleben nicht möglich. Und auch wenn diese Aussage schlussendlich dann doch nach viel Eigennutz klingt, so meine ich, sind es nur in zweiter Linie Gesetze, Konventionen und Strafen, die uns davon abhalten, „böse“ zu sein. Wir wissen viel eher, dass wir vom Brot (und Fleisch) allein nicht existieren können. Wir haben Sehnsüchte, die befriedigt werden wollen. Und dazu brauchen wir früher oder später unseresgleichen.

Zwar sind wir dieser Tage derart zivilisiert, dass wir es als ethische Pflicht oder eine vollkommene Selbstverständlichkeit ansehen, jedem Menschen dasselbe Recht auf Dasein zuzugestehen wir uns selbst. Im ursprünglichsten Verständnis ist es aber die nicht nur nachhaltigste, sicherste undgerechteste, sondern vor allem die das Alleinsein nehmendste Einsicht, wonach wir im positivsten Sinne darauf angewiesen sind, für uns und unsere Mitmenschen lebensbejahend zu agieren.

Das heißt nicht, dass wir frei wären von all jenen Gefühlen, denen wir ebenso eine eher negative Bedeutung zumessen. Doch Wut, Neid und Eifersucht sind natürlich – hier würde ich ganz mit Schmidt-Salomon einhergehen: Eine Zuordnung in Schubladen ist kontraproduktiv. Denn immerhin macht uns nicht nur die Psychologie, sondern vor allem die Lebenserfahrung klar, dass wir gerade auch diese Empfindungen nicht unterdrücken sollten, um – wie Freud es nannte – zu unserem „Ich“ zurückzufinden. Wer sich freuen und Glück verspüren kann, der braucht im wahrsten Sinne die „Erdung“, um nicht dem Metaphysischen zuzufallen. Das „Böse ins uns“ gehört ganz „normal“ dazu, weder schlecht, noch gut.

Und verdeutlicht man sich diesen Umstand, wonach wir als Menschen einerseits fähig sind, zwischen zwei Polen zu differenzieren, gleichzeitig aber erkennen können, dass es eine menschgemachte und unserer Spezies vorbehaltene Eigenschaft ist, zwischen Wertung und Realität unterscheiden zu können, bekommen „Gut“ und „Böse“ (egal, ob sie dem religiösen Zeigefinger oder der evolutionären Erkenntnis entsprungen sind) nicht nur den Stellenwert eines hilfreichen Stützapparates, mit dem wir zwar drohen, aber eben auch Farbe zwischen das Schwarz-Weiße bringen können. Sie lassen viel eher auch unnötige Utopien und den Schrecken vor Transzendentem, vor Ungewissheit kleiner werden.

Gleichzeitig können wir in der Weite und dennoch großen Beschränktheit unserer Vernunft nicht leugnen, dass unsere Kultur und unsere Synapsen geprägt sind von diesem irgendwie auch faszinierenden Reiz aus „Gut“ und „Böse“, von Himmel und Hölle. Gerade, weil wir leidenschaftliche und empfindende Wesen sind, ist es uns nicht fern, mit dem Übernatürlichen in unseren Gedanken – und auf der Bühne – zu spielen. Und solange wir dabei nicht alles so ernst nehmen und die Kunst als Spiegel unserer eigenen Grenzen verstehen, bereichert „Orpheus in der Unterwelt“ nicht nur den Alltag, sondern auch den Horizont.

[Dennis Riehle]

Veröffentlicht unter Glaube.

Politik und Verwaltung mögen manches Mal recht träge sein. Doch dass sie nicht lernfähig wären, kann man nicht behaupten, wenn man die Bemühungen der Stadt Konstanz in den letzten Monaten ehrlich und fair bewertet.

Ob nun reagierend oder agierend – der Versuch, Bürger in wichtigen Entscheidungen bereits im Vorhinein zu beteiligen, ist wiederholt gelungen. Sei es in der regelmäßigen Information für die Anwohner und Gewerbetreibenden in der Radolfzeller Straße, die Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn persönlich über den Stand der Bauarbeiten unterrichtet. Gleiches gilt für Bürgerversammlungen dort, wo neue Flüchtlingsunterkünfte entstehen, mit der Zeitung „Flüchtlinge in Konstanz“ an alle Haushalte oder der engen Kooperation mit dem Landratsamt, um die Einwohnerschaft zeitnah über etwaige Notmaßnahmen in Asylfragen aufzuklären. Und nicht zuletzt beim „Döbele“, im „Zergle“ oder beim „Bodensee Forum“ – die Partizipation und Transparenz gewinnt an immer mehr Stellenwert.

Dort, wo Fehler gemacht wurden, ist die Bereitschaft der Stadtspitze erkennbar, selbstkritisch zu reflektieren. Bei aller Herausforderung, die die Verwaltung derzeit zu bewältigen hat, ist es an der Zeit, den eingeschlagenen Weg des Einbeziehens und Zuhörens beizubehalten. Dafür ist es wichtig und richtig, auch von Seiten der Bürger die Stadt zu ermutigen und ihr Fortschrittlichkeit zu attestieren.

[Dennis Riehle]

Von verschiedenen Seiten wird unser Landrat für seine klaren Worte in der Flüchtlingsthematik kritisiert. Dabei ist er einer der wenigen Kommunalpolitiker, die ernsthaft und ehrlich aussprechen, mit welchen Problemen die Verwaltung täglich konfrontiert ist – ohne, dass die breite Bevölkerung im Detail davon erfährt. Ich erkenne in den Verbalattacken gegen Frank Hämmerle eine Opposition ohne Lösungsorientierung. Nein, nicht er ist derjenige, der den rechten Rand stärkt. Mit seinen realistischen Aussichten zeigt er viel eher Verantwortung dafür, mit der Öffentlichkeit fair umzugehen.

Die „Wutbürger“ und jene aus der demokratischen Mitte, die sich angesichts leerer Phrasen aus Berlin zu Recht besorgt zeigen, können von einem Abrutschen in die Radikalität nur dann geschützt werden, wenn sie rationale Antworten erhalten. Und die kann ich in aller Kritik am Landrat überhaupt nicht erkennen: Dort werden „Rassismus“-Parolen unterstellt und naiv in die „Wir schaffen das“-Mentalität eingeschwenkt, ohne jeden konstruktiven Vorschlag für die Herausforderungen, vor denen Landratsamt und Stadt in jeder Minute stehen.

Von links habe ich bisher nicht erfahren, was die Alternative zu einer Obergrenze an Flüchtlingen ist und wie die Konsequenzen bewältigt werden sollen, wenn Religionen und Kulturen ungebremst aufeinander stoßen. Auch nicht, woher die hunderten Wohnungen kommen sollen, die spätestens beim Nachzug der Familien von anerkannten Asylsuchenden gebraucht werden. Und auch nicht, was gegen das zwangsläufige Gefühl getan werden soll, das hilfsbedürftige Einheimische empfinden, wenn sie seit Jahren auf Obdach warten – und nun zusehen müssen, dass sie bei neuen Sozialwohnungen wieder leer ausgehen. Da bin ich dankbar, wenn ein Landrat mit einem „No, we can not“ seine Grenzen aufzeigt.

[Dennis Riehle]

Aufgrund technischer Probleme musste mein Blog am 20. Oktober 2015 neu gestartet werden.

Leider sind durch das neue Aufspielen die alten Beiträge gelöscht worden.

Ich bitte um Verständnis – und beginne seit heute nun wieder mit der Einstellung aktueller Texte.

Herzliche Grüße und viel Freude auch weiterhin beim Besuchen meiner Seiten!

Ihr Dennis Riehle

Pressemitteilung

Vor kurzem feierte die Initiative „Bodanbürger“ zweiten Geburtstag. Der passende Zeitpunkt, um nochmals richtig durchzustarten. Zum Beispiel für das Vorhaben, sich nun auf eine solide organisatorische Struktur zu konzentrieren: die Gründung eines Vereins! Ob als Unterzeichner für unsere Gründungsunterlagen, als festes und vielleicht gar aktives Mitglied oder als Multiplikator, der dabei hilft, die Vision zu verbreiten – Sie sind willkommen! Am 28. Oktober 2015 um 19 Uhr wollen wir Sie deshalb zur Gründungsversammlung in den Sitzungssaal der Ortsverwaltung Dettingen-Wallhausen, 1. Stock einladen. Schon heute freuen wir uns, wenn Sie uns Ihr Kommen anmelden. Auch wenn Sie zu diesem Termin nicht kommen können, hilft uns Ihre Rückmeldung darüber, ob Sie sich generell eine Unterstützung, eine Mitgliedschaft oder gar ein tatkräftiges Mitarbeiten im neuen Verein vorstellen können. Den Satzungsentwurf für den Verein finden Sie auf der Seite http://www.bodanbuerger.de/litzelstetternet/ueberuns/index.php im obersten Beitrag.

Die „Bodanbürger“ haben sich mittlerweile zu einer Plattform entwickelt, die bei Neuigkeiten, dem Bürgerschaftlichen Engagement, in Fragen eines raschen Überblicks über Termine oder Veranstaltungen, zur Diskussion, zum Werben und Inserieren oder auch bei Details und Hintergründen über Geschehnisse vor Ort zu einem festen Bestandteil und verlässlichen Partner für die Bevölkerung geworden ist. Nicht zuletzt durch den wachsenden Einzugsbereich, der ja mittlerweile neben den Konstanzer Vororten auch die Gemeinde Allensbach mit ihren Teilorten umfasst, sind die Anforderungen an eine strukturierte Organisation der „Bodanbürger“ gestiegen. Seien Sie Teil eines beeindrucken Erfolgs, der sich nicht an den rasant wachsenden Zahlen der Resonanz auf dem Bürgerportal bemerkbar macht: Allein im Jahr 2015 gab es bis zum Stichtag 31. August rund 1.140.000 Seitenaufrufe von knapp 210.000 Besuchern.

Melden Sie sich bei uns, wir freuen uns auf Sie! Sie erreichen uns über Tel.: 07531/697171 oder per Mail: post@bodanbuerger.de.

[Dennis Riehle]