Leserbrief zu
„Philipp Bürkle: ‚Wir müssen uns inhaltlich profilieren‘“, SÜDKURIER vom 16.02.2018

Gerade das Thema der stärkeren Subventionen von Elektromobilität eignet sich als gutes Beispiel, um das Vorurteil zu bestätigen, wonach die künftige Große Koalition einen Flickenteppich an Maßnahmen offenbart, ohne dabei jedoch irgendein Konzept der Kausalitäten zu verfolgen: Was nutzt es dem Verbraucher, der deutschlandweit nach Aufladestationen für sein Elektroauto suchen muss, wenn der Staat den Kauf desgleichen zwar finanziell unterstützt, die Infrastruktur für dessen Nutzung aber nicht bereitstellen kann?

Wer kauft sich ein Elektrofahrzeug, wenn von Beginn an klar ist, dass der Energiespeicher vergleichsweise klein sein wird, die Gefahr also hoch scheint, inmitten auf der Autobahn stehen zu bleiben, ohne eine Ladesäule in der Nähe und ohne jegliche Aussicht darauf, dass auch eine längere Strecke am Stück bewältigt werden kann?

Deutschland kann seine Elektromobilität noch so lange subventionieren, ehe der Staat nicht bereit ist, in die Hardware zu investieren, wird auch kein Anreiz geschaffen, um die Menschen von Elektrofahrzeugen zu überzeugen. Wir brauchen Forschung in die Speicherleistung der Elektrofahrzeuge, wir benötigen einen dringenden Ausbau der Elektrotankstellen im ganzen Land.

Nicht B vor A, wie es die Bundesregierung tut, sondern logisch und konsequent Schritt für Schritt. Die Opposition, allen voran die FDP, ist vor allem der SPD in diesem Punkt weit voraus.

[Dennis Riehle]

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