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Pressemitteilung

In kurzem Abstand sind auf dem Konto des Vereins „Bodanbürger e.V.“ zwei SEPA-Lastschriften der Firma „metacrew group GmbH“ aus Osnabrück gebucht worden. Der Verein sollte jeweils eine „Brigitte-Box“ im Wert von 19,95 beziehungsweise 29,95 EUR bezahlen. Die besagte Firma beschäftigt sich nach eigenen Aussagen auf ihrer Website mit „völlig neuen Geschäftsmodellen der Digitalisierung“.

Der Verein hatte keine dieser „Brigitte-Boxen“ gekauft. Natürlich könne und wolle man auch nicht behaupten, dass die Osnabrücker Firma mit betrügerischer Absicht falsche Lastschriften platziert. Es könne auch sehr gut sein, dass eine fremde Person eine Bestellung bei der „metacrew group GmbH“ abgegeben und die Bankverbindung von „Bodanbürger e.V.“ missbraucht hat. Da der Verein mit seinen Spendenaufrufen auch seine Bankverbindung öffentlich kundtut, könnten Menschen mit krimineller Energie diese Angaben auch betrügerisch verwenden, so Wolfgang Flick und Dennis Riehle, Vorstände des „Bodanbürger e.V.“, in einem Statement.

„Wir haben selbstverständlich bei der Sparkasse umgehend den Lastschriften widersprochen und auch die Gutschriften wieder auf unserem Konto erhalten. Wir erstatteten zudem Anzeige bei der Polizei“, so der Vorstand, und ergänzt: „Aus dieser Erfahrung möchten wir alle Vereinskollegen sensibilisieren: Wenn Sie Ihre Bankverbindung öffentlich zeigen, dann kontrollieren Sie bitte häufiger und regelmäßig Ihr Konto. Wenn Sie rechtzeitig reagieren, können Sie betrügerische Lastschriften einfach zurückweisen!“, so der Verein abschließend.

[Dennis Riehle]

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Der Verein „Bodanbürger e.V.“ hat seine erste Mitgliederversammlung abgehalten. Nach der Gründungsveranstaltung vor noch nicht einmal einem Jahr in Dettingen waren die Teilnehmer dieses Mal nach Litzelstetten eingeladen. Auf der Tagesordnung standen die üblichen Regularien, doch der sonst eher nüchterne Rechenschaftsbericht machte schon nach nur einigen Monaten Aktivität viel her. Das bereits vor über drei Jahren entstandene Bürgerportal www.bodanbürger.de, das auch weiterhin wesentliche Grundlage der Vereinsarbeit ist, spielte an diesem Abend eine besondere Rolle, verzeichnet die Seite mittlerweile doch bis zu 40 000 Besucher im Jahr, wie Vorstandsmitglied Dennis Riehle ausführte. Und es ist daneben eine wesentliche Informationsplattform auf und über den Bodanrück hinweg geworden, die zum Diskutieren, Mitmachen und Darstellen anregt. Mit ihr wollen die „Bodanbürger“ auch weiterhin Gelegenheit geben, die Vielfalt der Region zu präsentieren – beispielsweise im Gastgeber- und Vereinsverzeichnis, mit dem Veranstaltungskalender, den Kleinanzeigen oder der Plakatwand.

Verschiedene Projekte fordern den Vorstand auch aktuell: So ging erst kürzlich der neue Getränkemarkt online, eine Kooperation des Getränkehandels „Weinkauff“ in Allensbach und des „Bodanbürger e.V.“. Nicht nur über das Bürgerportal, sondern auch klassisch per Telefon, Fax oder Post können Bestellungen direkt an das Vereinsbüro aufgegeben werden, die dann weitergeleitet und über den Lieferservice der Firma direkt nach Hause gebracht werden. Für den eigentlichen „Bodanbürger“-Shop suchen Vorsitzender Wolfgang Flick und Stellvertreter Dennis Riehle noch Produkte aus der Region, die zum Verkauf angeboten werden könnten. Im Bürgerportal findet sich aber auch eine ganz neue Idee: Gerade entwickelt sich das „Mundart-ABC“. Bürger können Begriffe und Redewendungen der hiesigen Region einreichen, damit ein interessantes Lexikon entstehen kann. Und weiterverfolgt werden sollen auch die angedachten historischen Rundgänge durch die Teilorte, ebenso wie die Lizenzvergabe für „Bodanburger“ an Restaurants, die als schmackhafter Snack auch Sinn haben sollen: Sie entstehen allein aus Zutaten der Heimat.

Auf Grundlage der vielen Aktivitäten wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Schatzmeisterin Ulrike Flick rechnete vor, dass der Verein zwar einen kleinen Überschuss verzeichne, aber keine großen Sprünge machen könne. Der Vorsitzende hob in der weiteren Diskussion nochmals den Wunsch hervor, das Team auf breitere Beine stellen zu wollen. Insgesamt müsse man noch direkter auf die Menschen zugehen, um sie auf die Idee der „Bodanbürger“ aufmerksam zu machen. Wer Interesse habe, könne im Verein auch etwas lernen, immerhin enthalte die tägliche Arbeit von journalistischer Recherche, der Strukturierung einer Webseite und der ständigen Konzeptionierung eines guten Marketings für die eigene Sache viel wissenswerte Praxis. Schlussendlich gelte es, mit den Themen Bürgerkommunikation und Regionalverbundenheit zu überzeugen, für die der Verein vor einiger Zeit erst unter die ersten zehn Plätze bei den „Sozialen Innovationen“ von „Braun/Esculap“ kam – und mit welchen man einen neuen Versuch auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit starten wolle, so Dennis Riehle zum Abschluss.

[Dennis Riehle]

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Online-Getränkehandel für nachhaltige Versorgung im ländlichen Raum

Wie kann sich der ländliche Raum künftig in der Nahversorgung absichern, wenn kleine Geschäfte immer häufiger schließen müssen, sich die Bevölkerung durch den demografischen Wandel zunehmend verändert und individuelle Lösungen gesucht werden? Auch auf dem Bodanrück sind Ortschaften und Gemeinden bemüht, die bestehenden Strukturen aufrechtzuerhalten oder neue Modelle zu finden, um die wichtigsten Dienstleistungen auch weiterhin vorhalten zu können.

In Litzelstetten stellten sich diese Fragen ganz konkret nach der Schließung des „Getränkemarktes Müller“ an der Ecke „Martin-Schleyer-Straße“ zur Straße „Am Rinzler“. Durch eine neuartige Kooperation für den gesamten Bodanrück fanden sich der „Bodanbürger e.V.“, der sich für eine nachhaltige Regionalverbundenheit einsetzt und daher auch die lokalen Versorger stärken will, und die Weinkauff Getränkehandels GmbH zusammen, um einen Online-Getränkemarkt anzubieten, bei dem der Bodanbürger e.V. eine unkomplizierte Bestellung ermöglicht und der Heimlieferservice des Weinkauff-Getränkefachmarktes Allensbach eine komfortable Auslieferung bis ins Haus garantiert.

Wolfgang Flick, 1. Vorsitzender des Vereins, betont dabei vor allem die Vorteile dieses Konzepts: „Alle Servicekosten sind bereits im Preis eingerechnet. Die Leergutrücknahme wird ebenfalls übernommen und verrechnet. Bestellt werden kann auf unterschiedlichen Wegen, nicht nur im Online-Shop, sondern auch per E-Mail, Bestellkarte, Telefon und Fax. Und noch nicht im Sortiment enthaltene Artikel können angefragt und ebenfalls geliefert werden!“. Mit diesem Beitrag wolle „Bodanbürger e.V.“ etwas für das Gemeinwohl tun und dazu beitragen, dass die Infrastruktur auf dem Bodanrück attraktiv für die Menschen bleibe.

Beliefert werden nicht nur die Konstanzer Ortsteile Litzelstetten-Mainau, Dingelsdorf-Oberdorf und Dettingen-Wallhausen, sondern auch Allensbach mit seinen Ortschaften, die Reichenau auf Insel und Festland sowie Radolfzell mit seinen Gemeindeteilen.

Angeboten werden in dem Online-Shop hauptsächlich Getränke regionaler Herkunft (z.B. Produkte der Ruppaner Brauerei, Randegger Mineralbrunnen, Säfte der Hegauer Süßmostkelterei Auer, Weine vom Bodensee usw.). Aber auch alle anderen Produkte, die im Weinkauff Getränkefachmarkt angeboten werden, können auf Nachfrage geliefert werden. Natürlich haben auch die Kunden des Online-Shops die Möglichkeit, Festinventar (Bierzeltgarnituren, Gläser etc.) für private Festivitäten zu leihen oder Getränke auf Kommission zu beziehen.

Die Bezahlung erfolgt bei Lieferung per Barzahlung beim Fahrer.

Der Online-Shop ist erreichbar über das Bürgerportal www.bodanbürger.de oder direkt über http://shop.bodanbuerger.de. E-Mails mit Bestellungen können gerichtet werden an shop@bodanbuerger.de. Bestellungen per Telefon über 07531/697172, über Fax: 07531/697173 oder über die Bestellkarte postalisch an Bodanbürger e.V., Augustaweg 6, 78465 Konstanz.

[Dennis Riehle]

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Jedes Unternehmen ist darauf angewiesen: Mithilfe von Marketing probieren nicht nur Firmen, auf sich aufmerksam zu machen. Sie präsentieren sich selbst und versuchen, durch eine gezielt ausgerichtete Werbung zu überzeugen. Dabei geht es um die Nähe zu den Menschen, um eine möglichst direkte Ansprache und darum, einen niederschwelligen Zugang zu Informationen zu bieten. Keine Einseitigkeit, sondern ein Dialog mit dem Gegenüber soll entstehen, der einlädt und neugierig macht. Auch „Bodanbürger e.V.“ setzt darauf, durch unterschiedlichste Mittel der Öffentlichkeitsarbeit den Kontakt zu den Bürgern, zu ehrenamtlichen Initiativen, zu offiziellen Institutionen, dem Gewerbe oder sonstigen Unterstützern zu suchen, die in verschiedenster Weise an dem interessiert sein könnten, was vor allem in Form des Bürgerportals www.bodanbürger.de an freiwilligem Service und Dienstleistung angeboten wird.

Neben Nachrichten aus der Region, Interviews, Terminen, Hintergrundberichten, Schwerpunktprojekten und Adressverzeichnissen sind das auch der Verkauf von Produkten aus der Region oder wiederkehrende Aktionen im kommunalpolitischen Bereich, die im Sinne der Zielsetzung des Vereins, der Bürgerkommunikation und Regionalverbundenheit, die Attraktivität der „Bodanbürger“ ausmachen. Um diesen Weg weiter beschreiten zu können, bedarf es ehrenamtlicher Mitstreiter, die das Team ergänzen, aber auch Sponsoren, die dabei helfen, die laufenden Kosten zu decken.

Daher hält unser Verein Ausschau nach Freiwilligen, die Begeisterung mitbringen, im Geiste des Zwecks der Bürgerinitiative durch das Entwerfen und Versenden von Texten, Flyern oder Mailings neue Mitglieder und Förderer zu gewinnen. Wichtig hierfür ist die Freude am Arbeiten im Team, besondere Fähigkeiten bedarf es nicht, wir lernen mit Ihnen gemeinsam das richtige Vorgehen – beispielsweise auch, wie Sie unseren Adventskalender organisieren oder den Online-Shop betreiben. Zudem wünschen sich die „Bodanbürger“ affine Nutzer der „Sozialen Medien“ wie „Facebook“ & Co., um auch dort Präsenz zeigen zu können. Wenn Sie etwas für sich entdeckt haben, melden sich Sie bei uns! Tel.: 07531/697171 oder Mail: post@bodanbuerger.de.

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Die Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 9. Mai 2016 im Gemeindesaal der evangelischen Auferstehungskirche ihren Vorstand für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Brigitte Wind (1. Vorsitzende), Dennis Riehle (Schriftführer), Brigitte Grundel (Kassenführerin) und Gertrud Keller (Einsatzleiterin) wurden einstimmig wiedergewählt. Der 2. Vorsitzende, Ortsvorsteher Heribert Baumann, sowie die Pfarrer Bernd Zimmermann und Dr. Christof Ellsiepen gehören dem Vorstand kraft Amtes an. Als Beisitzerinnen wurden bestätigt: Doris Feuerstein, Maria Regele und Margret Stein. Neu als Beisitzerin bestimmt wurde für den ausscheidenden Josef Hirt die bereits im Verein engagierte Karin Straub.

Auch die Kassenprüfer Bettina Schächtle und Ernst Niggenbölling erhielten wiederum das einhellige Vertrauen der Mitgliederversammlung. In das Kuratorium der Bürgerstiftung wurden Brigitte Wind, Doris Feuerstein und Maria Regele aus dem Vorstand der Nachbarschaftshilfe sowie die weiteren Mitglieder Prof. Wolfgang Heinz, Dr. Gert Baumgartner und Rudolf Riedle gewählt. Mit großer Würdigung verabschiedete das Plenum die Vertreterin für den evangelischen Pfarrer in der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V., Susanne Schmidt, nach einem langjährigen Dienst. Eine Nachfolge ist noch nicht bestimmt. Herr Heinl und Herr Hirt nahmen Abschied von ihren Ämtern in der Bürgerstiftung, für Frau Böhler wurde die Nachfolgerin Mahlas-Bartels begrüßt. Vorsitzender Markus Riedle sieht die Stiftung trotz geringer Zinsen bei einem stark steigenden Grundstock gerüstet, auch weiterhin die Jugend zu unterstützen, das „Eltern-Kind-Frühstück“ zu betreiben und Veranstaltungen für die ältere Generation anzubieten.

Die Mitgliederversammlung entlastete den Vorstand einstimmig nach einem ausführlichen Rechenschaftsbericht 2015, der unter anderem zahlreiche Feste, Vorträge und Ausflüge für die Bürgerschaft auflistete. Zudem haben 24 Helferinnen knapp 3300 Stunden bei Menschen mit Unterstützungsbedarf abgeleistet. Für diese Arbeit werden nun weitere Mitstreiter gesucht. Die Sozial- und Pflegesprechstunde beantwortete zudem 150 Anliegen, bis zu 35 Einwohner kamen regelmäßig zum Mittagstisch und über 90 Personen nahmen an den Gruppenangeboten wie Gymnastik, Mahjongg oder dem Gedächtnistraining teil. Kasse und Mitgliederzahl weisen eine Kontinuität auf, finanzielle Verluste haben sich unter anderem durch die Anhebung des Gruppenbeitrages im letzten Jahr reduziert. Insgesamt blickt der Verein auf weiterhin aktive Zeiten, beispielsweise mit einem Vortrag zu „Senioren im Internet“ (17. Juni) oder einem Trauercafé ab September 2016.

[Dennis Riehle]

Lesermeinung zur Debatte, ob Konstanzer Gemeinde eine zu hohe Aufwandsentschädigung im Vergleich zu anderen Ehrenamtlichen erhalten…

Aufwandsentschädigungen für ein Ehrenamt sind nicht neu. Und doch wird die Diskussion um die Monetarisierung der freiwilligen Arbeit in den letzten Jahren immer lauter. Nicht zuletzt große Verbände heizen einen Wettbewerb um die besten Engagierten an. Das hat etwas von einer Ablöse großer Fußballer im Kleinen. Da wird mittlerweile von mancher Hilfsorganisation mehr als der Mindestlohn für Engagierte geboten, die ihren Dienst eigentlich aus dem Wortsinne heraus zur „Ehre“ erbringen sollen.

In Zeiten wachsender Geringverdiener, Langzeitarbeitsloser und Ein-Euro-Jobber wird das Ehrenamt zu einem Nebenverdient. Doch dafür war es nicht gedacht. Aufwandsentschädigungen sollen den Aufwand entschädigen, den beispielsweise ein Gemeinderat hat, wenn er in der Arbeitszeit die Sitzungen besucht und sich dafür vorbereiten muss. Da geht es nicht um entgeltlichen Ersatz, sondern seine Mühen sollen gewürdigt werden.

Generell könnte man davon ausgehen, dass jeder freiwillig Engagierte Investitionen für sein Tun erbringt – ob in Zeit, Geld oder immateriellen Ressourcen. Dafür sind entsprechende Kostenerstattungen und Entschädigungen gesetzlich vorgesehen – und legitim. Doch während ein Stadtrat ein öffentliches Amt übernimmt, kann sich ein Vereinsvorstand frei in seiner Arbeit entfalten. Zwar haben sich beide ihre Position ausgesucht, doch unterscheiden sie sich in Verantwortung und Ausführung ihrer Funktion.

Für mich ist deshalb das kommunalpolitische Mandat auch kein Ehrenamt im klassischen Sinne – und darf nicht als Richtschnur in der Debatte um die Monetarisierung des Freiwilligendienstes herangezogen werden. Ich wende mich nicht gegen Aufwandsentschädigungen, aber sie müssen verhältnismäßig sein. Ehrenamt muss in erster Linie weiterhin aus Bereitschaft zum gemeinnützigen Tun an der Gesellschaft motiviert bleiben, nicht am Geld. Es soll nicht zur subventionierten und niederschwelligen Arbeitsbeschaffung verkommen, das ist nicht Wert und Würde von Ehre.

Messen wir es an Barem, würden wir nicht nur Ideale zerstören, sondern auch Neiddebatten befördern, die das Ehrenamt in ohnehin schwierigen Zeiten von anspruchsvoller Nachwuchsfindung und komplexen Herausforderung nicht brauchen kann.

[Dennis Riehle]

Kommentar

Viele der großen Nichtregierungsorganisationen scheinen momentan in schwierigem Fahrwasser unterwegs zu sein. Man erinnere sich beispielsweise an die globalisierungskritische Vereinigung „attac“, der vor kurzem endgültig die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde. Oder aber auch an „Amnesty International“, die Menschenrechtsorganisation, die sich immer wieder den Vorwurf fehlender demokratischer Strukturen gefallen lassen muss. Dass gerade die fehlende Mitsprache in wachsenden Verbänden ein wesentlicher Grund dafür ist, im Zweifel auch bei den Mitgliederzahlen federn lassen zu müssen, kennen vor allem die Parteien als ein Phänomen, das nicht unbedingt neu ist. Dass es aber zunehmend auch diejenigen Organisationen betrifft, die eigentlich mehr denn je auf die Freiwilligen an der Basis angewiesen sind, erstaunt einerseits, scheint andererseits aber auch eine logische Folge einer falschen Akzentuierung zu sein.

„attac“ musste sich beispielsweise durch das Finanzamt vorwerfen lassen, seinen Fokus mittlerweile zu sehr auf politische Arbeit zu richten, die in Deutschland eben nicht als gemeinnützig gilt. Zwar mag man den Entscheid der Behörde auch kritisch betrachten, wäre eigentlich bereits aber der Hinweis darauf, dass man der Organisation, die ebenso durch den CDU-Politiker Geißler wie durch spektakuläre Protestaktionen am Finanzplatz Frankfurt bekannt ist, die Steuerprivilegien entziehen wird, ein Warnzeichen gewesen. Aus meiner eigenen Erfahrung während der Zeit meiner Mitgliedschaft weiß ich, wie sehr „attac“ von seinem eigentlichen Ziel der Globalisierungskritik abgerückt war und sich in nahezu allen politischen Bereichen zu betätigen versuchte. So wollte man Einfluss auf die Gesundheitspolitik, die Rüstungspolitik und die Sozialpolitik nehmen – zumeist unter dem Vorwand, gegen Privatisierung und Internationalismus einzustehen.

Dass dabei aber viele Entscheidungen offenbar an der Mitgliedschaft vorbei getroffen wurden, wird dann klar, wenn man das verzweigte Netz von „attac“ genauer studiert. Dutzende Verteiler verschiedenster Arbeitsgruppen, die zumeist nur von einigen wenigen Personen befüllt und überblickt werden – zumeist von denjenigen aus dem „attac“-Rat, also von Funktionären der Organisation – kennzeichnen sich durch nicht selten populistische und polemische Propaganda, die nicht zum Dialog einlädt, sondern als gesetzt daherkommt. Der Umgangston ist rau, Kritik unerwünscht. Zirkel aus Aktiven, die eher auf große öffentlichkeitswirksame Kampagnen und Events statt auf eine solide Argumentation setzen, bestimmen die Gangart des gesamten Vereins. Für Neueinsteiger ist es kaum möglich, in die elitären Kreise vorzudringen und sich mit eigenen Ideen zu positionieren. Zu dominiert sind die Gremien von alt eingesessenen Amtsinhabern, die nicht an ihren Stühlen rütteln lassen und immun sind gegen Ratschläge, die Orientierung zu überdenken.

„Amnesty“ hat es dabei noch schwerer: Hier scheint – trotz deutscher Sektion – die wesentliche Federführung vom zentralen Sekretariat auszugehen, das die Marschrichtung vorgibt. Grundsatzfragen entscheiden die Obersten – und diktieren diese dann an die Vertreter in den einzelnen Ländern. Zwar sollte man meinen, dass Menschenrechte universell die gleichen sind. Doch sie treffen auf Wertefragen, die kulturell und regional unterschiedlich sind – und nicht jeder Staat ist bei Aufklärung und Toleranz in der Moderne angekommen. So war es nicht verwunderlich, dass es bei den Themen „Abtreibung“ und „Sexarbeit“ aktuell heiß her ging, als sich nicht nur intern zahlreiche Mitglieder empörten, die Auffassung der Generalsekretärin werde dem Verein aufoktroyiert, obwohl in solch grundsätzlichen Angelegenheiten Gesprächsbedarf vor Ort bestehe. Wer sich zu einem weltweiten Player aufspielt, der verliert leicht die Bodenhaftung. Unklare Finanzen und absurde Ablösen für ehemalige Spitzenposten in NGOs – das kennt man normalerweise nur aus Großunternehmen. Kein Wunder, dass viel Vertrauen in derartige Riesen verloren geht, die nicht mehr die inhaltliche Arbeit, sondern ihren Drang nach Aufmerksam in den Mittelpunkt des Engagements stellen.

Ein anderes Beispiel ist die Bürgerrechtsorganisation „Mehr Demokratie e.V.“: Bei ihrem Einsatz für mehr Partizipation verwundert es besonders, dass auch sie immer weniger Wert darauf legt, gemeinschaftlich zu Positionen zu gelangen. Die interne Debatte wird dominiert von einseitiger Meinungsvorgabe, unabhängig – wie der Verein es vorgibt – ist er dabei gerade in politischer Hinsicht überhaupt nicht mehr. Auch hier sind es merkwürdige Vernetzungen bis hin zu einem tief in die Parteien und Parlamente reichenden Lobbyismus, der wichtiger scheint als die Beschäftigung mit den Interessen der Mitgliederschaft. Wer dazu stößt, wundert sich zunächst einmal über scharfe Kommunikation untereinander, aber auch über eher plakative Werbemaßnahmen als Transparenz. Und gerade die kürzliche Vergabe der „Demokratie-Gurke“ – die wiederkehrende „Auszeichnung“ an Städte, die sich als besonders fern von Bürgerbeteiligung verhalten haben – kommt für Außenstehende völlig überraschend. Einen Entscheid über diese öffentlichkeitswirksame Prämierung hatte es unter den Anhängern des Vereins nicht gegeben. Mitreden – unerwünscht! So hinterließ diese auf Teamfähigkeit getrimmte Organisation den Eindruck einer wenig für ihren Namen sprechenden Struktur und Vorgehensweise abseits des fehlenden ernstlichen Willens, als Gemeinschaft aufzutreten.

An all diesen drei exemplarischen Institutionen wird ein Trend ersichtlich, der nicht nur für das Bürgerschaftliche Engagement bedrohlich ist, sondern auch der Hoffnung in die Zivilgesellschaft einen Dämpfer verpasst. Denn vertrauten bislang viele Menschen darauf, dass Nichtregierungsorganisationen als tatsächliches Korrektiv gesamtgesellschaftliche Anliegen vertreten, muss man sich gerade bei den auf immer weiteren Mitgliederwachstum und Einfluss ausgerichteten Verbänden doch fragen, ob sie nicht langfristig zu einer ersehenen Runde der Nesthocker werden, die sich eher mit sich beschäftigen, als die Welt wirklich voranzubringen. Manchmal ist kleiner eben doch feiner, das gilt wohl gerade für Vereine, denen ihr Herzensanliegen tatsächlich noch mehr bedeutet als die Selbstdarstellung und jedweder Machterhalt. Die Gefahr, dass NGOs bei einem „Weiter so“ langsam, aber sicher ihr „N“ aufs Spiel setzen, weil sie sich in nichts mehr von der Eingesessenheit manchen Regierungshandelns unterscheiden, ist jedenfalls real. In einer komplexer werdenden Hemisphäre kein gutes Signal…

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Die Initiative „Bodanbürger“ ist nun auch ein Verein. In einer Gründungsversammlung am 28. Oktober 2015 in der Ortsverwaltung Dettingen-Wallhausen wurde einstimmig die Satzung verabschiedet, die die Grundlage für eine Eintragung in das Vereinsregister darstellt. Mit der Unterschrift von bislang fünf Gründungsmitgliedern und weiteren, die bereits von Interessierten angekündigt wurden, kann die Urschrift der Vereinssatzung zur Anmeldung beim Amtsgericht Freiburg eingereicht werden. Die Anerkennung auf Gemeinnützigkeit erfolgt noch nicht, da die „Bodanbürger“ neben dem Zweck der Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements noch einen weiteren aus der Liste der Abgabenordnung erfüllen müssen. Der neu gewählte Vorstand um Wolfgang Flick (Vorsitzender), Dennis Riehle (Erster Stellvertretender Vorsitzender, Schriftführer) und Ulrike Flick (Zweite Stellvertretende Vorsitzende, Kassiererin) zeigte sich aber optimistisch, durch Präsenz in der Öffentlichkeit dieses Ziel noch erreichen zu können.

Die Versammlung wählte überdies Martin Romer als Beisitzer. Bis zu fünf weitere Personen können hinzu kommen, wobei der Vorstand darauf achten möchte, dass alle Teilorte des „Bodanbürger“-Einzugsgebiets – also die Konstanzer Bodanrückvororte und Allensbach mit seinen Ortsteilen – unter den Beisitzern repräsentiert sind. Entsprechende Nachwahlen sind für die erste Mitgliederversammlung vorgesehen, die im März oder April 2016 einberufen werden soll. Auch legte die Gründungsversammlung die Mitgliedsbeiträge fest: Demnach beträgt der reguläre Mindestbetrag 49 Euro jährlich für Privatpersonen, Fördermitglieder, Institutionen, Unternehmen und Organisationen. Familienangehörige, Studenten, Auszubildende und Menschen mit geringem Einkommen zahlen einen ermäßigten Beitrag von mindestens 19 Euro. Freiwillig kann auch jederzeit ein höherer Mitgliedsbeitrag entrichtet werden.

Wolfgang Flick legte der Gründungsversammlung die Gründe dar, weshalb die vor über zwei Jahren ins Leben gerufene Initiative „Bodanbürger“ nun zum Verein werden sollte: Einerseits wolle man solide Strukturen schaffen, die von Seriosität und Verlässlichkeit gegenüber der breiten Öffentlichkeit zeugten. Auch die Finanzierung des Bürgerportals könne somit auf stabilere Füße gestellt werden. Letztendlich erhoffe man sich gleichsam, durch diese Institutionalisierung weitere Mitstreiter anzusprechen, die das Team unterstützten. Gerade außerhalb von Litzelstetten wolle man weitere Engagierte gewinnen, die sich mit der Idee der „Bodanbürger“ identifizierten. Die Verbundenheit mit der Region sei vielen Menschen ein Anliegen – und gleichzeitig brauche es Möglichkeiten, sich ins das gesellschaftliche Leben vor Ort einbringen zu können. Dafür seien die „Bodanbürger“ die ideale Plattform, die durch ihre Ehrenamtlichkeit eine Vielzahl an Diensten für die Bevölkerung frei zur Verfügung stellen könne.

Im Ausblick formulierte der frisch gewählte Vorsitzende, dass man die bisherige Arbeit fortsetzen wolle und nun umgehend die Anmeldung beim Registergericht vorantreiben werde. Mit Pressearbeit und einer aktiven Werbung von Interessenten wolle man die bereits zur Gründung eingegangenen und zugesagten zehn Mitgliedsanträge um ein Vielfaches erhöhen. Als Projekte überlege man sich die Eingliederung bestehender Angebote unter das Dach der „Bodanbürger“, wolle aber auch Anstöße geben – beispielsweise für den Einkaufsservice „1korb“ oder den eigenen „Online-Shop“. Als Schwerpunkte werde man ein Dossier zu den Landtagswahlen im nächsten Jahr erarbeiten und auch die Entwicklung um die Flüchtlinge begleiten. Die Erfahrungen aus der bisherigen Arbeit seien ein wesentlicher Beitrag, um die Aktivitäten nun noch zu erweitern: „Wir gehen die anstehenden Chancen, die sich schlussendlich für die ‚Bodanbürger‘ durch die Vereinsgründung ergeben haben, mit viel Elan an“, zeigte sich der Vorstand zum Abschluss der Versammlung zuversichtlich.

Die Satzung, aber auch der Mitgliedsantrag finden sich auf www.bodanbürger.de und können auch gern zugesandt werden (bitte über Tel.: 07531/697171, Mail: post@bodanbuerger.de melden).

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Vor kurzem feierte die Initiative „Bodanbürger“ zweiten Geburtstag. Der passende Zeitpunkt, um nochmals richtig durchzustarten. Zum Beispiel für das Vorhaben, sich nun auf eine solide organisatorische Struktur zu konzentrieren: die Gründung eines Vereins! Ob als Unterzeichner für unsere Gründungsunterlagen, als festes und vielleicht gar aktives Mitglied oder als Multiplikator, der dabei hilft, die Vision zu verbreiten – Sie sind willkommen! Am 28. Oktober 2015 um 19 Uhr wollen wir Sie deshalb zur Gründungsversammlung in den Sitzungssaal der Ortsverwaltung Dettingen-Wallhausen, 1. Stock einladen. Schon heute freuen wir uns, wenn Sie uns Ihr Kommen anmelden. Auch wenn Sie zu diesem Termin nicht kommen können, hilft uns Ihre Rückmeldung darüber, ob Sie sich generell eine Unterstützung, eine Mitgliedschaft oder gar ein tatkräftiges Mitarbeiten im neuen Verein vorstellen können. Den Satzungsentwurf für den Verein finden Sie auf der Seite http://www.bodanbuerger.de/litzelstetternet/ueberuns/index.php im obersten Beitrag.

Die „Bodanbürger“ haben sich mittlerweile zu einer Plattform entwickelt, die bei Neuigkeiten, dem Bürgerschaftlichen Engagement, in Fragen eines raschen Überblicks über Termine oder Veranstaltungen, zur Diskussion, zum Werben und Inserieren oder auch bei Details und Hintergründen über Geschehnisse vor Ort zu einem festen Bestandteil und verlässlichen Partner für die Bevölkerung geworden ist. Nicht zuletzt durch den wachsenden Einzugsbereich, der ja mittlerweile neben den Konstanzer Vororten auch die Gemeinde Allensbach mit ihren Teilorten umfasst, sind die Anforderungen an eine strukturierte Organisation der „Bodanbürger“ gestiegen. Seien Sie Teil eines beeindrucken Erfolgs, der sich nicht an den rasant wachsenden Zahlen der Resonanz auf dem Bürgerportal bemerkbar macht: Allein im Jahr 2015 gab es bis zum Stichtag 31. August rund 1.140.000 Seitenaufrufe von knapp 210.000 Besuchern.

Melden Sie sich bei uns, wir freuen uns auf Sie! Sie erreichen uns über Tel.: 07531/697171 oder per Mail: post@bodanbuerger.de.

[Dennis Riehle]