Pressemitteilung

Die Sozial- und Pflegesprechstunde der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. hat ein weiteres kostenloses Informationsblatt veröffentlicht. Es beschäftigt sich mit der Blindenhilfe und dem Landesblindengeld, also finanziellen Unterstützungen, die für Menschen mit vollständiger Erblindung und stark eingeschränkter Sehkraft in Frage kommen. Als Leistung des Landesrechts beziehungsweise des Zwölften Sozialgesetzbuches werden sie unterschiedlich gewährt: Während die Blindenhilfe als Teil der Sozialhilfe einkommens- und vermögensabhängig ist, spielen diese beide Faktoren beim Landesblindengeld keine Rolle.

Daneben gibt es weitere Voraussetzungen zu beachten, die im Informationsblatt aufgeführt sind. Es eignet sich insbesondere für Angehörige und betreuende Dritte, die für eine erblindete oder schwer sehbehinderte Person bisher solche Leistungen nicht beantragt haben und vor der Antragsstellung weitere Fragen, unter anderem die Kombinierbarkeit mit Leistungen der Pflegeversicherung, klären möchten. Die Sozial- und Pflegesprechstunde, ein ehrenamtliches und niederschwelliges Beratungsangebot der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe, steht für diese und weitergehende Auskünfte zur Verfügung.

Das Informationsblatt ist bei Sprechstundenleiter Dennis Riehle unter Mail: Li-Na@Riehle-Dennis.de elektronisch zu erfragen. Alternativ kann es über Tel.: 07531/955401 (AB) bestellt werden. Daneben sind weiterhin die Publikationen zu „Leistungen der Pflegeversicherung“, „Schwerbehinderung“ und „Wohngeld“ erhältlich. Auch können auf diesem Wege Termine für die Präsenzzeit der Sprechstunde vereinbart werden, an denen Riehle im Rathaus Litzelstetten für persönliche Gespräche bereit steht.

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Was versteht man im Sozialrecht eigentlich unter „Schwerbehinderung“? Was ist ein Schwerbehindertenausweis? Und wer hat Anspruch auf ihn? In einem aktualisierten Vortrag hat der Leiter der Litzelstetter Sozial- und Pflegesprechstunde, Dennis Riehle, Antworten auf diese Fragen zusammengetragen. Unter anderem erklärt er, wie die Berechnung des „Grades der Behinderung“ (GdB) zustande kommt, wann man im Arbeitsleben mit einem Schwerbehinderten gleichgestellt werden kann und was die Merkzeichen bedeuten, die auf einem Schwerbehindertenausweis zusätzlich angegeben werden.

Umfangreich stellen die Vortragsunterlagen dar, welche Nachteilsausgleiche mit dem Schwerbehindertenausweis in Anspruch genommen werden können, wie ein solcher überhaupt beantragt wird und was es beim Feststellungsverfahren zu beachten gilt. Neu sind darüber hinaus auch Informationen darüber, wann die Krankenkasse bei vorliegender Schwerbehinderung die Fahrtkosten für Krankenfahrten übernimmt und wie sich Arbeitnehmer im Umgang mit ihrer Schwerbehinderung am ehesten gegenüber dem Arbeitgeber verhalten sollten.

Der Vortrag kann kostenfrei unter Mail: Li-Na@Riehle-Dennis.de angefordert werden. Er ist auszugsweise auch gedruckt erhältlich (postalisch unter Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz). Die Sprechstunde der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe unterstützt zudem niederschwellig und ehrenamtlich bei der Antragsstellung und allen weiteren Fragen rund um Pflege- und Sozialleistungen. Präsenztermine zum persönlichen Gespräch werden jeweils zeitnah bekanntgegeben.

[Dennis Riehle]

Lesermeinung zum
„Protest gegen den Weltkongress der Psychiatrie in Berlin“

Folgt man den Argumentationen der Gegner des Weltkongresses der Psychiatrie, dürften wir in Deutschland keinerlei fachliche Veranstaltung zum Thema der „Psychiatrie“ mehr durchführen. Denn ja, wir sind das Land, Berlin ist die Hauptstadt, die daran erinnert, dass zu Zeiten des Nationalsozialismus‘ verwerflicher, inakzeptabler und perverser Missbrauch der Psychiatrie begangen wurde, durch den Menschen an den Rand des Wahnsinns und darüber hinaus getrieben, ihr Körper und ihre Seele ausgebeutet wurden, um sich Einsichten in das menschliche Verhalten sichern zu können. Doch wir sind auch eine Gesellschaft, die es heute nicht mehr tolerieren würde, wenn auch nur ansatzweise derartige Verstöße denkbar wären, wie sie einst unter der „Aktion T4“ möglich waren.

Mich irritiert insbesondere, dass das „Werner-Fuss Zentrum“ und andere den Gedanken offenbar nicht zulassen, dass die Psychiatrie sich in siebzig Jahren verändert haben könnte. Dass wir – wie in anderen Bereichen – aus den Grausamkeiten der damaligen Zeit gelernt haben, in der es zweifelsfrei ein methodisches, strukturelles und gezieltes Vorgehen auch gegen psychisch Kranke gab. Für die Forschung und gegen das Leben der Betroffenen richteten sich die Versuche aus, die gängig waren und die man schweigend mitzutragen schien. Kaum vorstellbar, dass früher wie heute niemand etwas davon wusste. Und so kann wohl kaum jemand bestreiten, dass man Hirne damals wahrlich verstümmelte, um an Erkenntnisse zu gelangen, um Menschen leiden zu lassen und sie letztlich dem Tod zuzuführen.

Aber den Eindruck zu erwecken, als hätte sich zu damals kaum etwas getan, das ist unverantwortlich. Das wird weder der Psychiatrie von heute gerecht, nicht seinen Mitarbeitern, Ärzten, Therapeuten und Pflegern. Und vor allem nicht den vielen Patienten, die im 21. Jahrhundert von den allermeisten Behandlungen profitieren können, statt unter ihnen zugrunde gehen zu müssen. Als wäre es an der Tagesordnung, dass Menschen nach Beliebigkeit fixiert und tyrannisiert, gegen ihren Willen mit Medikamenten vollgestopft werden, mit Gewalt und Isolierung von der Öffentlichkeit abgeschottet sind oder gar mit wiederkehrenden Elektroschocks lahmgelegt scheinen, wenn sie nicht so spuren, wie das Personal es will. Jeder, der Behauptungen einer großflächigen Verrohung dieser Art bis in heutige Zeiten als wahr ansieht, muss Zweifel an der Integrität unserer gesamten Zivilgemeinschaft haben.

Genau diese Bilder vermittelt auch die Ankündigung des Protests zum Weltkongress der Psychiatrie, den man keinesfalls kritiklos stehenlassen sollte. Aber wenn man sich mit ihm beschäftigt, dann sollte man für seine Vorhaltungen nicht nur eindeutige Belege vorweisen können, sondern vor allem auf Grundlage von Tatsachen argumentieren, von Schilderungen, die nicht einseitig sind, wie es mir Berichte von Betroffenen in meiner Selbsthilfegruppe wiederkehrend beweisen. Sie offenbaren, dass Psychiatrie auch heute noch nicht weiß, aber eben auch nicht schwarz ist. Und ich weiß darum, dass Menschen auch jetzt noch nicht nur empfundenes Unrecht in Psychiatrien widerfährt – dass dies aber gewollt sein soll, wie arg mag das die treffen, die täglich neu mit Mühe ihren Beruf vernünftig ausführen. Als wären in deutschen Psychiatrien bis 2017 reihenweise Angestellte am Werk, die ihre sadistische Ader ausleben wollten und planvoll gegen die vorgingen, die aus ihren Augen „verrückt“ erscheinen.

Nein, wir wissen um Missstände, die es auch gerade in der Psychiatrie gibt. Doch wir wissen gleichsam um Verschwörungstheorien, die sich in den Köpfen derer halten, die offenbar noch eine Rechnung offen haben mit ihr – und das vielleicht nicht einmal grundlos. Aber es hat gleichsam etwas Merkwürdiges, sich den „Schwarzen Peter“ genau dort zu suchen, wo eine große Zahl an Erkrankten eben auch Linderung ihrer Symptome erfährt. Das höre ich aus dem Munde derer fast nie, die sich jetzt gegen den Kongress engagieren. Glücklicherweise gibt es nicht nur die einen Psychiatrieerfahrenen, sondern auch die anderen, von denen ich einer bin – und keinesfalls auf das Trittbrett aufspringe, einer medizinischen Fachrichtung, die mit großer Akribie ihr Fehlverhalten von früher aufzuarbeiten bereit ist, pauschal eine schlechte Gesinnung, gar Menschenverachtung zu unterstellen vermag, von der man letztendlich nur fest überzeugt sein kann, wenn Verbitterung und Enttäuschung ihre Ursachen sind.

Ja, Psychiatrie kann wehtun, sie kann Nebenwirkungen mit sich bringen, wie fast jeder Versuch, einem Patienten zu helfen. Und wie keine andere Disziplin ist die Psychiatrie anfällig dafür, auch Grenzen zu überschreiten, weil sie nicht selten hilflos macht. Deshalb sollten wir darüber streiten, wie das Personal aufgestockt, besser bezahlt, ausgebildet und für die Fälle geschult wird, in denen selbst jeder Experte an die Grenzen der Beherrschung stoßen würde. Denn Ansätze von heute zeigen, dass es gelingen kann – Psychiatrie ganz ohne Gewalt. Und so fixiere ich kein Menschenbild, das mich glauben lässt, in deutschen Psychiatrien säßen Verantwortliche, die nur darauf warten würden, die „Bekloppten“ ruhigzustellen. Viel eher finde ich es schade, wie solche Vorstellungen Platz eingenommen haben bei jenen, die sich durchaus nicht nur als Opfer fühlen, sondern in Ausnahmen auch tatsächlich solche sind. Allerdings ist nicht alles, was ich als Folter an mir wahrnehme, auch als solches zu klassifizieren. Denn nicht erfüllte Erwartungen sind keinesfalls ein Grund, sich an der Psychiatrie zu rächen.

Psychiatrie und Psychotherapie haben begrenzte Mittel zur Wahl, um Hilfestellung zu sichern. Und da ist es nahezu zwangsläufig, dass nicht jeder „Fall“ zu einem erfolgreichen Abschluss führen kann. Auch ich musste mit mir ringen, mit dem, was ich in Kauf nehmen musste an Begleiterscheinungen, die eine psychiatrische Behandlung durchaus mit sich bringen kann. Vielleicht hatte ich Glück, vielleicht ist es aber auch nur eine Mär von den Brutalitäten in der Psychiatrie dieses Jahrhunderts, dass es nur die klassischen unerwünschten Wirkungen waren, die mich heimsuchten, für die ich verantwortlich zu machen aber nie auf die Idee gekommen wäre, einen gesamten Berufszweig in Verruf zu bringen. Doch genau das tun die, die auch jetzt wieder Protest angekündigt haben: Sie lassen sich nicht auf eine ernsthafte Diskussion zu Reformen im psychiatrischen Gesundheitswesen ein, sie schreien es mit markigen Worten stattdessen nieder. Bis zu einer gewissen Linie mag das ihr gutes Recht sein, es bringt uns allerdings nicht voran.

Es gibt so viele gute Ideen, die wir vorbringen könnten, von der friedlichen Psychiatrie, die heute versucht, gänzlich ohne jeden Druck auszukommen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes „bewahrt“. Warum stellen wir nicht den „Soteria“-Gedanken in den Mittelpunkt unserer Kritik am Weltkongress, ermutigen dazu, dieses alternative Heilkonzept, das deutsche Psychiatrien bereits ausprobieren, weiter zu fördern? Wieso berichten wir nicht auch einmal von den Patienten, die dank Psychiatrie heute wieder Lebensqualität gewonnen haben? Weshalb lassen wir sie nicht erzählen von ihren Erfahrungen, die Hinweis darauf sein können, was gut läuft in den Kliniken und Praxen der Republik, um aus ihnen zu lernen? Das Verharren in den Vorwürfen aus dem Dritten Reich, es ist bei allem Erinnern und dem nicht Vergessendürfen, fehl am Platze, wenn wir 2017 darüber debattieren, ob Psychiatrie nicht auch sanfter geht. Denn dafür braucht es nicht die dunklen Seiten von damals, sondern die hellen von heute…

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Konstanz. Die Sozial- und Pflegesprechstunde der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe ermutigt aus Anlass des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September 2017 zur Inanspruchnahme von Pflegeleistungen bei auftretender Demenzerkrankung: „In der Sprechstunde erlebe ich viele Angehörige, die recht spät auf die Klärung der Pflegebedürftigkeit ihres Familienmitgliedes zurückgreifen und somit über Jahre Angebote aus der Pflegeversicherung nicht nutzen, die ihnen möglicherweise zustünden. Seit der aktuellen Reform hin zu Pflegegraden hat die Berücksichtigung von kognitiven, psychischen und vegetativen Beeinträchtigungen durch die verschiedenen Formen der Demenz in der Beurteilung über das Ausmaß des Anspruchs auf Pflegeleistungen nochmals zugenommen. Deshalb ist Patienten und ihren Angehörigen so früh wie möglich zu raten, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen“, so Dennis Riehle, Leiter des ehrenamtlichen Sprechstundenangebots, das bei der Beratung, Beantragung oder Begleitung während und nach dem Entscheidungsprozess über eine Pflegebedürftigkeit zur Seite steht.

„Wer nicht auf einen Pflegedienst zurückgreifen will, kann auch Pflegegeld für einen Angehörigen oder Ehrenamtlichen beanspruchen, der die Betreuung übernimmt. Im Zweifel können anfangs niederschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen wie Demenz-Cafés eine deutliche Hilfestellung sein, gerade, wenn Angehörige einmal eine Auszeit benötigen. Demenz kann besonders ihnen viel abverlangen, wenngleich die Krankheit in ihren unterschiedlichsten Facetten auch viele Momente der Begegnung zwischen Betroffenen und Angehörigen bietet, die ablenken von dem Leid, das zweifelsfrei ebenso dazugehört. Mit professioneller Hilfe kann es aber gelingen, dass die Ressourcen, die viele Demenz-Erkrankte haben und über lange Zeit im Alltag noch einsetzen können, auch tatsächlich aktiviert und genutzt werden“, so Riehle, der deshalb animiert, die Hilfestellung anzunehmen, die geboten wird.

„Ich kann gleichsam verstehen, wenn viele Angehörige aus Angst und Scham abwarten, ehe sie einen Facharzt oder eine entsprechende Spezialambulanz aufsuchen, um eine Diagnose stellen zu lassen. Doch je schneller sie da ist, desto rascher kann auch mit entsprechenden Maßnahmen Unterstützung geleistet werden. Vom Schwerbehindertenausweis über den Sozialdienst bis hin zur Nachbarschaftshilfe – glücklicherweise muss kein Betroffener und kein Angehöriger in Deutschland mit der Tatsache einer Demenz-Erkrankung alleine bleiben. Je offener man sich für die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen zeigt, desto mehr kann man die Zeit mit seinen Angehörigen genießen. Denn auch Alzheimer muss nicht bedeuten, dass die Welt grauer und trauriger wird. Das Leben in den neuen Grenzen zu gestalten, das kann vor allem dann gelingen, wenn man Unterstützung dort zulässt, wo die Belastung zu groß wird. Deshalb rate ich auch den Pflegenden, immer auf sich zu achten, statt nur ihren kranken Angehörigen im Blick zu haben. Immerhin nutzt es niemandem, wenn die Pflegepersonen schon bald nervlich und gesundheitlich aufgeben müssen, was leider kein Einzelfall ist“, stellt Riehle fest.

Er verweist abschließend darauf, dass die Sozial- und Pflegesprechstunde kostenlose Informationsblätter zur Verfügung stellt, die sich mit Pflegeleistungen, dem Antragsverfahren und dem Besuch des „Medizinischen Dienstes“ zur Begutachtung beschäftigen. Auch über die Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft existiert ein entsprechendes Papier, das unter Tel.: 07531/955401 oder Mail: Li-Na@Riehle-Dennis.de angefordert werden kann. Dort beantwortet die Sprechstunde auch alle Fragen zu Pflege- und Sozialleistungen auf ehrenamtlicher Basis, als niederschwellige und unverbindliche Erstberatung.

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Konstanz. Im mittlerweile fünften Jahr ist die Sozial- und Pflegesprechstunde der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. – und erfreut sich einer hohen Zahl an Ratsuchenden, die Kontakt zu der kostenlosen und sich als unverbindliche Erstberatung verstehenden Anlaufstelle suchen.

Der Leiter des Angebots, das für alle Bürger offen steht und durch den Verein getragen wird, Dennis Riehle, zeigt sich überrascht über diese Entwicklung: „Anfangs dachte ich nicht, dass es so etwas in Litzelstetten überhaupt braucht. Immerhin gilt der Ort doch als wohlhabend, weshalb sollte hier jemand solch eine Sprechstunde aufsuchen, fragte ich mich, als die Projektidee aufkam“. Doch nicht nur Riehle wurde eines Besseren belehrt. Mittlerweile sind es konstant 10 bis 15 Anfragen, die pro Monat bei ihm eingehen. Anfangs gab es regelmäßige Präsenztermine, „das war aber ein zu großes Durcheinander“, stellt Riehle fest, den heute ohnehin 90 Prozent der Hilfegesuche über Mail, Telefon oder Post erreichen. „Nur ein Zehntel kommt noch persönlich in die terminierten Sprechstunden im Litzelstetter Rathaus“.

Die Themen haben sich deutlich herauskristallisiert, berichtet der 32-jährige Ehrenamtliche, der durch seine psychologische und sozialpädagogische Beratungsausbildung die Aufgabe übernommen hatte: „Die meisten Fälle drehen sich um die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen, die Beantragung von Pflegebedürftigkeit und die Auswahl der passenden Maßnahmen für den jeweils zu Pflegenden. Auch Beratung im Blick auf die besten Ansprechpartner bei Demenz steht hoch im Kurs. Und nicht zuletzt die Hilfestellung beim Antrag auf Schwerbehinderung“. Es kommen aber immer wieder Menschen, die einfach nur das Gespräch in schwierigen Lebenslagen suchen. Riehle, der sich auch in der Seelsorge fortgebildet hat, hört dann einfach nur zu und verweist an geeignete Stellen. „Und man erkundigt sich, wie die Nachbarschaftshilfe für die Bürger tätig werden kann oder ob es schon den Sozialdienst braucht“, meint Riehle, der auch Pflegelotse des Landkreises für die Vororte ist. In den vergangenen zwei Jahren waren überdies auch Asylbewerber dabei, die sich mit Helfern der ehrenamtlichen Dienste aus der Umgebung Rat einholten.

„Bedauerlicherweise erlebe ich auch, wie die Zahl derer wächst, die Wohngeld beantragen müssen, weil die Rente nicht mehr reicht. Oder die einen Anspruch auf einen Sozialpass haben“. Und nicht zuletzt würde er immer öfter helfen, das Formular für „Hartz IV“ auszufüllen, was ihn nachdenklich mache. „Es ist keinesfalls so, dass Litzelstetten Ort der Glückseligen ist. Darüber bin ich auch froh, denn die Sprechstunde bildet ab, dass wir auch hier die ganz normalen Probleme haben, die es überall gibt. Nachdem ich zur Verschwiegenheit verpflichtet bin, gibt es keine Details. Aber die Schicksale, die auch hier im Dorf präsent sind, bewegen auch mich“, so Riehle, der festhält, dass selbst Bürger aus den Nachbarortschaften in die Sprechstunde kommen. „Das ist natürlich eine Anerkennung für mich und ich versuche, dieses Angebot auch die kommenden Jahre aufrecht erhalten zu können“.

Die Sozial- und Pflegesprechstunde in Litzelstetten ist erreichbar unter Mail: Li-Na@Riehle-Dennis.de, Tel.: 07531/955401 (AB) oder per Post: Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz. Die Präsenztermine in der Ortsverwaltung Litzelstetten werden in den örtlichen Medien bekannt gegeben.

[Dennis Riehle]

Leserbrief zu
„Experimente mit dem Grundeinkommen taugen nichts“, SÜDDEUTSCHE vom 07. August 2017

Wer ein Grundeinkommen weiterhin in die gleiche Kategorie wie das Arbeitsentgelt einordnet oder es miteinander kombiniert, hat den Sinn des gesamten Gedankenmodells nicht verstanden, das derzeit an verschiedenen Orten in der Welt durchdacht und erprobt wird.

Die Bedingungslosigkeit ergibt sich nicht aus einer Bedürftigkeit, sondern kann nicht ohne eine digitalisierte Welt verstanden werden, in der sich Arbeit frei macht von der gegenseitigen Abhängigkeit zu einer Entlohnung. Denn Gewinn entsteht künftig auch ohne Menschenhand. Ihn zu verteilen, das könnte Grundlage eines Einkommens sein, das eigentliche eine Selbstverständlichkeit wiederherstellt: Jeder auf diesem Planet hat das Recht, einen Anteil an Ressourcen und den Profiten zugestanden zu bekommen, der sich künftig von selbst erwirtschaftet.

Arbeit wird dann zu einem Luxusgut, das gerade dadurch seinen Anreiz findet, weil das Grundeinkommen im Sinne der Gemeinschaftlichkeit, aber auch der Gerechtigkeit zwar zu einem Existenzminimum ohne Überlebensängste ausreicht, ein besseres Dasein aber doch nur mithilfe der „Aufstockerleistung“ „Arbeit“ möglich wird. In ihrer Ätiologie sind beide liquiden Mittel aber derart unterschiedlich, dass jeder Vergleich hinken würde.

Vielleicht ist es tatsächlich noch zu früh, das Experiment in einer Dekade zu wagen, in der sich unsere Vernunft noch gegen den rasanten Wandel von Arbeitswelt, Wachstum und Leistung stellt. Der Mensch muss angesichts einer Schnelllebigkeit unserer Zeit allerdings lernen, über seine bisherigen Horizonte hinweg zu planen.

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Die Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. sucht noch Neubürger aus dem Teilort, die Interesse daran haben, mit alteingesessenen Mitbürgern das Dorf kennenzulernen. Das Projekt, das aufgrund der großen Zahl an Studierenden, jungen Familien, aber auch Menschen, die Litzelstetten als ihren neuen Lebensmittelpunkt entdeckt haben, vom Schriftführer des Vereins, Dennis Riehle, initiiert wurde, soll Patenschaften zwischen „Ureinwohnern“ und neu nach Litzelstetten Gezogenen fördern. Insbesondere geht es darum, dass jene, die schon lange vor Ort wohnen, den in jüngerer Vergangenheit ins Dorf gekommenen Bürgern Informationen über Ansprechpartner, Infrastruktur und Nahversorgung, Behörden und öffentliche Einrichtungen, Geschäfte, Freizeitmöglichkeiten, Vereinsleben oder Eigenarten Litzelstettens geben, gemeinsam Veranstaltungen besuchen oder auch Freundschaften ausbilden.

„Ich bin selbst ein Bürger, der seit Geburt hier lebt. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwer es ist, in die gewachsenen Strukturen des Ortes Einblicke zu gewinnen oder an der Dorfgemeinschaft teilzuhaben, wenn man noch völlig fremd ist. Dabei hat es Litzelstetten dringend nötig, die immer stärker sichtbaren Parallelgesellschaften aus ‚Alten‘ und ‚Neuen‘ zu vereinen, denn angesichts des Demografischen Wandels ist ein starker sozialer Zusammenhalt nötig, um den Ort lebendig zu halten“, so Riehle.

Für das Vorhaben der „Neubürger-Patenschaften“ hatten sich bereits mehrere Interessierte gemeldet, die seit langem in Litzelstetten leben und die sich bereit erklärt hatten, aktuell hier her gezogene Mitbürger im Dorf an ihre „Hand zu nehmen“. Wie sich die Patenschaft ausgestaltet, entscheidet das Tandem jeweils selbst. Der Verein unterstützt bei der Vermittlung und ist Kontaktperson für alle Teilnehmer am ehrenamtlichen Projekt. So können sich vor allem frisch gebackene Mitbewohner aus Litzelstetten, die sich gern austauschen würden, Fragen zum Ort haben oder einfach Anschluss an die Dorfgemeinschaft suchen, bei Dennis Riehle (Mail: Li-Na@Riehle-Dennis.de, Tel.: 07531/955401) melden.

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Die Sozial- und Pflegesprechstunde der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe weist aufgrund der derzeit langen Wartezeiten auf die Begutachtung durch den „Medizinischen Dienst der Krankenkassen“ (MDK) im Rahmen der Feststellung auf Pflegebedürftigkeit darauf hin, dass Antragssteller und ihre Angehörigen die Zeit nutzen sollten, um sich auf den Besuch des MDK vorzubereiten. „Seit der Pflegereform zum Jahreswechsel gibt es einen immensen Ansturm auf die Pflegekassen. Viele hoffen nun auf eine Einordnung in die Pflegegrade – oder eine Höherstufung. Das führt zu Verzögerungen in der Bearbeitung, weshalb man das Warten keinesfalls ungenutzt lassen sollte und stattdessen helfen kann, das spätere Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren zu vereinfachen“, sagt Dennis Riehle, Leiter der Sozial- und Pflegesprechstunde.

Sie gibt Tipps, was im Vorfeld der Begutachtung bereits erledigt werden kann, um es den Mitarbeitern des MDK (beziehungsweise gleichwertigen Diensten, die durch die Private Pflegeversicherung beauftragt werden) die Arbeit zu erleichtern und damit rascher zu einem Ergebnis zu kommen. „Auch kann man sich bereits vorab informieren, welche Pflegeleistungen im Zweifel die sinnvollsten für die ganz persönliche Situation sind. Denn jeder Pflegebedürftige braucht andere Unterstützung, entsprechend sollte man gemeinsam mit Angehörigen, aber auch mit Dienstleistern sprechen, welche Hilfestellung im individuellen Fall die richtige ist“, meint Riehle. „Wir haben ein Informationsblatt zusammengestellt, das Hinweise für die Vorbereitung der Begutachtung zusammenfasst. Und weitere, die die unterschiedlichen Pflegeleistungen erklären, wenn es darum geht, den Bedarf für sich persönlich zu ermitteln“.

„Manche Pflegekassen übernehmen auch Leistungen der Nachbarschaftshilfe“, erklärt Riehle. Hierzu hat der Verein ebenso eine Zusammenfassung erstellt, wie ein Antrag aussehen kann. „Das ist eine Einzelfallentscheidung der jeweiligen Kasse, besonders bei den privaten Pflegeversicherern bestehen bessere Möglichkeiten, man sollte aber generell versuchen, zumindest Zuschüsse für die Angebote von niederschwelligen Dienstleistern wie unserem Verein zu erhalten“. Insgesamt haben sich nach der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade und dem daraus resultierenden, veränderten Begutachtungsverfahren viele Fragen ergeben, wobei das System nach Meinung Riehles den Bedürfnissen der Menschen nun eher entspricht und sie nicht mehr allein auf Minuten reduziert werden. „Trotz des großen Andrangs ist zu raten, einen Antrag auf Pflegeleistungen zu stellen, wenn ein Unterstützungsbedarf durch körperliche, psychische oder kognitive Einschränkungen besteht“. Die Sozial- und Pflegesprechstunde berät unverbindlich als ehrenamtliche Erstberatung über Mail: Li-Na@Riehle-Dennis.de, Post: Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz. Beratungswünsche können unter Angabe von Post- oder Mail-Adresse auch auf dem Anrufbeantworter unter 07531/955401 hinterlassen werden.

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Voraussichtlich ab April tritt das neue Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung in Kraft. Hiervon werden zahlreiche Versicherte profitieren, unter anderem, wenn mit einer erheblichen Sehschwäche auf eine Brille angewiesen sind. Zahlen die Krankenkassen bisher nur bei einer Sehleistung mit Korrektur auf 30 Prozent, haben künftig Patienten mit einer Brechkraft ihrer Brillengläser von 6 Dioptrien Anspruch auf den Festbetrag der gesetzlichen Krankenversicherung beziehungsweise den vertraglich durch die Krankenkasse ausgehandelten Betrag. Liegt eine Hornhautkrümmung vor, wird bereit ab 4 Dioptrien gezahlt. Für Kontaktlinsten gilt eine neue Regelung der festbetraglichen Zuschüsse ab 8 Dioptrien. Eine neue Brille wird finanziell von den Kassen bei einer Minderung der Sehleistung um 0,5 Dioptrien unterstützt.

Das Gesetz garantiert zudem jedem Versicherten, dass der Leistungserbringer für Heil- oder Hilfsmittel darüber berät, welche Leistung für den Individualfall am besten geeignet ist – und in welchem Umfang die Kosten dafür von der Kranken- oder Pflegekasse übernommen werden. Zudem wird der Leistungskatalog bis 2018 erheblich überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Danach erfolgt auch eine strichprobenartige Kontrolle qualitativ. Eine weitere Änderung wird sein, dass zwischen den Krankenkassen und den Verbänden von Heilmittelerbringern (Ergo-, Physiotherapeuten, Logopäden etc.) „Modellverträge“ abgeschlossen werden, wonach künftig die „Blankoverordnung“ ausgestellt werden dürfen. Die Verordnung erfolgt also weiterhin durch den Arzt, die Wahl der geeigneten Leistung erfolgt jedoch durch den Heilmittelerbringer.

Um zwischen dem Ende einer Tätigkeit und dem Beginn der Arbeitslosigkeit einen Anspruch auf Krankengeld herstellen zu können, wird zudem künftig ab dem ersten Tag der Urlaubsabgeltung beziehungsweise auch der Sperrzeit die Krankenversicherungspflicht eingeführt. Für freiwillig Versicherte, die selbstständig beschäftigt sind, erfolgt überdies fortan eine Berechnung der Krankenkassenbeiträge anhand des vergangenen Einkommenssteuerbescheides. So sollen Schwankungen im Einkommen berücksichtigt werden. Erst nach Feststellung des derzeitigen Jahreseinkommens wird dann der endgültige Beitrag festgesetzt. Bei Fragen zu diesen Regelungen ist der Leiter der Sozial- und Pflegesprechstunde der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V., Dennis Riehle, über Mail (Li-Na@Riehle-Dennis.de) oder Post (Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz) zu erreichen.

[Dennis Riehle]

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Pressemitteilung

Im zu Ende gehenden Jahr 2016 hat die Litzelstetter Sozial- und Pflegesprechstunde erneut weit über 100 Anfragen beantwortet. Sie liegt mit 160 Anliegen bei der Nachfrage, die auch schon im Jahr 2015 (150) verzeichnet wurde. Dabei kam der größte Teil aus Litzelstetten (70 %, 2015: 80 %), alle weiteren aus den restlichen Vororten, der Kernstadt und Allensbach. Zu 40 % bezogen sich die Hilfegesuche auf Beratung in Sachen „Pflege“. Deutlich zugenommen haben die Bitten um Unterstützung bei Anträgen auf Schwerbehinderung (25 %). 15 % betrafen sonstige Antragsstellungen, insbesondere auf Sozialleistungen wie „Hartz IV“, nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder entsprechende Eingliederungshilfen. 10 % betrafen ganz konkrete Hilfsangebote der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V., die die kostenlose Sprechstunde für alle Bürger trägt.

Die restlichen Anfragen, so ihr ehrenamtlicher Leiter Dennis Riehle, waren dagegen Gesprächsanliegen: „Da geht es um ein offenes Ohr, um das Zuhören und einfach ums Dasein. Gerade nach Todesfällen oder in weiteren schwierigen Lebenssituationen suchen Menschen dann jemanden, dem sie erzählen können. Und weiterhin ist der Vorteil unseres Angebots, dass einerseits eine nicht familiäre, aber eben doch im Ort bekannte und gleichzeitig mit Vertraulichkeit den notwendigen Abstand mitbringende Person gegenübersitzt. Deshalb mache ich diese Aufgabe auch gern, denn ich spüre durchaus, dass sich Menschen hier öffnen können“.

Gerade die anstehende Reform in der Pflegeversicherung hat zu vielen Unsicherheiten geführt: „Das habe ich doch deutlich wahrgenommen, dass hier ein großer Informationsbedarf bestand“, so Riehle. Oftmals gehe es auch nur um kurze Fragen, andererseits werde deutlich, dass der Bedarf an „Übersetzern“ groß ist: „Für Viele ist es einfach schwierig, Anträge oder Bescheide der Behörden zu verstehen. Das macht mittlerweile fast den größten Teil der Arbeit aus, auszufüllen und zu erklären“.

Bewährt hat sich mittlerweile das Vorgehen, keine offenen Sprechstunden mehr anzubieten: „Seitdem die meisten Kontakte über Mail, Telefon oder Post zustande kommen, wird die Hilfestellung deutlich nachhaltiger. So können sich die meisten Anfragen auf diesem Weg bereits abhandeln lassen, und ich habe mehr Zeit für diejenigen, mit denen ich tatsächlich einen Termin für eine persönliche Begegnung vereinbare“. So wird die Handhabung auch für das kommende Jahr sein: Die Sozial- und Pflegesprechstunde ist jederzeit vorrangig elektronisch und postalisch zu erreichen (Li-Na@Riehle-Dennis.de oder: Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz), alternativ per Telefon (07531/955401).

[Dennis Riehle]