Pressemitteilung

Konstanz. Ankündigungen aus den Parteien, das Werbeverbot für die Abtreibung nach § 219 StGB abschaffen zu wollen, kommentiert der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Bekenntnistreue Christen – Konstanz mit eindeutigen Worten: „Gerade denen, die mit Schwangerschaftsabbrüchen Geld verdienen, muss es verboten bleiben, für eine Beendigung von Leben zu werben“ sagt Dennis Riehle, der hinzufügt: „Ein Arzt, der selbst Abtreibungen vornimmt, kann nicht objektiv über den Schwangerschaftsabbruch informieren. Natürlich brauchen Frauen im äußersten Falle, wenn nach Recht und Gesetz alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sie von diesem Schritt abzubringen, Aufklärung über die Abtreibung, das Vorgehen, die Folgen und Konsequenzen. Solche Informationen sachlich vorzutragen kann dem aber nicht gelingen, der von einem solchen Verfahren auch noch profitiert“.

Nach Aussagen Riehles sei der Schwangerschaftsabbruch keine „Dienstleistung“ wie andere, für die man werben müsse. „Beratungsstellen, die nichts mit der Abtreibung zu tun haben, können die einzig unbeeinflussten Informationsgeber über den Schwangerschaftsabbruch sein. Außerdem gibt es ausreichend andere Möglichkeiten, als sich von demjenigen unterrichten zu lassen, der einen Vermögensvorteil von der Abtreibung hat. Es braucht daher keine Werbung durch Mediziner, die selbst Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, weil Abtreibungen nichts sind, was es anzupreisen, sondern zu verhindern gilt“. Riehle fordert Ärzte stattdessen auf, für das Leben einzutreten: „Das Selbstbestimmungsrecht der Frau kommt dort an die Grenzen, wo die Freiheit einer werdenden Mutter auf die Rechte eines heranwachsenden Menschen trifft. Mediziner sollten – wie die Gesellschaft im Gesamten – Schwangeren beistehen, damit sie überhaupt keinen Grund zur Abtreibung sehen. Wer sich heute für die Werbung zum Schwangerschaftsabbruch durch Abtreibung vornehmende Ärzte einsetzt, der untermauert die ethisch-moralische Korrektheit des Abbruchs eines werdenden Lebens, der in Deutschland nur ausnahmsweise straffrei bleibt“.

Riehle fordert insgesamt eine völlig andere Debattenkultur: „Dass sich politische Parteien vor den Karren derer spannen lassen, die allein das Recht der Frau auf ihren eigenen Körper hochhalten und die Abtreibung zu einer völlig normalen Alltagsdienstleistung verkommen lassen, ist Ausdruck einer Verrohung der Sitten in unserem Land. Wir müssen uns allesamt fragen, welchen Wert das werdende Leben für uns noch hat“.

[Dennis Riehle]

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