Pressemitteilung
„Risikofaktoren für Grünen Star beachten!“

Vor fünf Jahren gründete sich im Landkreis Konstanz eine Glaukom-Selbsthilfegruppe (SHG). Zum Jubiläum ruft die Initiative zu mehr Aufmerksamkeit für den „Grünen Star“ auf. Denn die Augenerkrankung gehört weltweit zu den häufigsten Erblindungsursachen. Dabei kann eine einfache Vorsorgeuntersuchung auf Risiken hinweisen. „Auch wenn es sich bei der präventiven Maßnahme um eine sogenannte ‚IGeL‘-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung) handelt, die vom Patienten selbst bezahlt werden muss, halten wir als Selbsthilfegruppe an ihrer Notwendigkeit und Effektivität fest“, erklärt Dennis Riehle, Gruppenleiter der Glaukom-SHG aus Konstanz.

„Über die Jahre der Gruppenarbeit hinweg habe ich viele Leidensgeschichten erlebt – und manch ein Betroffener bereut es heute, dass er die Investition für die Vorsorgeuntersuchung nicht früher getätigt hat“, meint der 32-Jährige, dem die IGeL bei der Suche nach der eigenen Diagnose weitergeholfen hat. „Es ist richtig, dass die Messung des Augeninnendrucks allein keine Aussage über einen Grünen Star liefert. Stattdessen muss die Beurteilung des Augenhintergrundes zwingend dazugehören, wenn es um eine sinnvolle Früherkennung geht“.

„Noch immer wird in vielen Fällen davon ausgegangen, dass ausschließlich einer hoher Augeninnendruck die Nervenfasern und Gefäße unseres wichtigen Sehorgans schädigt. Zweifelsfrei ist er auch ein wesentlicher Indikator. Aber es sind heute viele andere Ursachen bekannt, die zu einer Veränderung des Sehnervens führen. Blutdruck, Stoffwechselprobleme und genetische Veranlagungen beispielsweise“, so Riehle, der zum Jubiläum der Selbsthilfegruppe ermutigt: „Auch bei einer hohen Kurz- oder Weitsichtigkeit, bei ansteigendem Lebensalter oder häufigen Kopfschmerzen sollte man an eine Glaukom-Vorsorgeuntersuchung denken“.

Aufgrund einer sich wandelnden Nachfrage nach Selbsthilfeangeboten, einer Überalterung der Betroffenen und alternativen Angeboten im Internet pausiert die Glaukom-SHG im Landkreis Konstanz ihre Treffen im Augenblick. Bis eine ausreichende Zahl an neuen Mitgliedern gefunden ist, berät Gruppenleiter Dennis Riehle aber weiterhin ehrenamtlich bei Fragen von Betroffenen an Betroffene: Die gegenseitige Hilfestellung stellt keinen Ersatz für eine fachkundige Einschätzung durch den Mediziner dar, sondern versteht sich als niederschwellige, ergänzende Maßnahme im Gesundheitswesen. Mail: kontakt@glaukomselbsthilfe.de, Tel.: 07531/955401 (AB).

[Dennis Riehle]

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