Lesermeinung zu
„Der Hass der Buddhisten“, „neues deutschland“ vom 22.09.2017

In unseren Tagen richten wir hauptsächlich ein Augenmerk auf Terror und Gewalt, die von einem extremistischen Islam ausgehen. Dass Religion aber offenbar ein grundsätzlicher Anlass scheint, um Hass, Missgunst und Neid zu schüren, macht nicht erst jetzt der als sonst so friedliebende Weltanschauung gelobte Buddhismus deutlich.

Wenn Religionsführer gegen Andersgläubige hetzen, dann ist das überall zu verurteilen, egal, wer dahinter steckt und welchen Ursprung es gibt. Vorurteile sind nicht zum ersten Mal Ausgangspunkt von ethnischen Säuberungen, sie beruhen meist auf der Überheblichkeit und dem Anspruch auf Alleinstellung einer Religion – und auch der Buddhismus scheint offenkundig Probleme damit zu haben, wenn ihm „Konkurrenten“ in den Weg kommen.

Als solche nimmt man die Muslime in Myanmar wohl wahr, und letztlich zeigt sich, dass jede noch so ausgeglichen wirkende Religion das Potenzial in sich trägt, zu Aggression zu neigen, wenn ihr jemand in den Weg tritt und die Absolutheit streitig macht. Von Kreuzzügen über Selbstmordattentate bis zu Vertreibungen – Rivalitäten unter denen, die verschiedenem Glauben anhängen, dürften der mehrheitliche Grund für Unfriede sein. Welche(r) Go(e)tt(er) würden das wohl rechtfertigen?

[Dennis Riehle]

Veröffentlicht unter Glaube.

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