Politik und Verwaltung mögen manches Mal recht träge sein. Doch dass sie nicht lernfähig wären, kann man nicht behaupten, wenn man die Bemühungen der Stadt Konstanz in den letzten Monaten ehrlich und fair bewertet.

Ob nun reagierend oder agierend – der Versuch, Bürger in wichtigen Entscheidungen bereits im Vorhinein zu beteiligen, ist wiederholt gelungen. Sei es in der regelmäßigen Information für die Anwohner und Gewerbetreibenden in der Radolfzeller Straße, die Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn persönlich über den Stand der Bauarbeiten unterrichtet. Gleiches gilt für Bürgerversammlungen dort, wo neue Flüchtlingsunterkünfte entstehen, mit der Zeitung „Flüchtlinge in Konstanz“ an alle Haushalte oder der engen Kooperation mit dem Landratsamt, um die Einwohnerschaft zeitnah über etwaige Notmaßnahmen in Asylfragen aufzuklären. Und nicht zuletzt beim „Döbele“, im „Zergle“ oder beim „Bodensee Forum“ – die Partizipation und Transparenz gewinnt an immer mehr Stellenwert.

Dort, wo Fehler gemacht wurden, ist die Bereitschaft der Stadtspitze erkennbar, selbstkritisch zu reflektieren. Bei aller Herausforderung, die die Verwaltung derzeit zu bewältigen hat, ist es an der Zeit, den eingeschlagenen Weg des Einbeziehens und Zuhörens beizubehalten. Dafür ist es wichtig und richtig, auch von Seiten der Bürger die Stadt zu ermutigen und ihr Fortschrittlichkeit zu attestieren.

[Dennis Riehle]

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