Liebe Partei DIE LINKE,

Sahra Wagenknecht hat Christian Lindner gratuliert. Zu seiner Aussage, wonach wir uns gewissermaßen mit Realitäten abfinden müssten, die derzeit einen Ist-Zustand in der Okkupation der Krim durch die Russische Föderation widerspiegeln, pflichtete sie ihm mit einem historischen Vergleich bei, der aber deutlich zu hinken vermag.

Denn: Wollen wir zugunsten einer „Entspannungspolitik“ völkerrechtlich verbindliche Grundlagen missachten?

Wo kommen wir hin, wenn wir wegschauen, wie Andere sich etwas nehmen, was nicht ihnen gehört? Und was passiert, wenn wir solch ein Verhalten durchgehen lassen? Wenn wir dulden, dass sich jeder das nehmen kann, worauf er gerade meint, einen etwaigen Anspruch zu haben?

Ich hatte mir überlegt, bei der Bundestagswahl DIE LINKE zu wählen. Doch außenpolitisch kann und will ich die Einstellungen nicht teilen, die ich aus der Partei zu hören bekomme.

Wir dürfen nicht russlandfreundlich, aber auch nicht -feindlich sein, ja. Zur Neutralität im Umgang mit einem Partner, den ich als gleichwertig auf der Erdkugel ansehe mit den USA (gerade in Zeiten, in denen man dort nicht verlässlich erscheint) und jenen, zu welchen wir uns scheinbar aufgrund von Werten näher hingezogen fühlen (was ich jedoch nicht teilen kann), gehört auch Ehrlichkeit, und nicht: Kuschen.

Wir müssen vertrauensvoll einstehen für die Einhaltung von Recht und Gesetz. Was tun wir denn, wenn Herrn Putin plötzlich einfällt, er könnte nach der Krim noch andere Teilrepubliken für sich beanspruchen? Wollen wir dann nur zusehen, weil wir Angst davor haben, eine Politik zu beschädigen, die zwar vor Jahrzehnten hilfreich war, doch aber nicht auf die heutige Zeit übertragbar sein kann?

Ich bin wahrlich enttäuscht – und das möchte ich mitteilen!

Herzliche Grüße

[Dennis Riehle]

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