Lesermeinung
zur Meldung, wonach der Spitzenkandidat der NPD zur Landtagswahl Baden-Württemberg im Kreis Konstanz ehrenamtlich Migranten in einem Sportverein betreut…

Die Diskussion wird ja immer wieder offenbar, wenn bekannt wird, dass ein Mitglied der NPD entweder beruflich oder im Ehrenamt dort tätig ist, wo Kontakt mit der Außenwelt möglich ist. Ob auf dem Postamt, als Handwerker oder eben nun im Sport.

Ich tue mir hierbei generell doch schwer, aus einer Parteimitgliedschaft etwaige (Un-)Fähigkeiten oder Eignungen für Beruf oder ein Engagement abzuleiten. Ja, die NPD ist derzeit nicht verboten. Dennoch kann man selbstredend vermuten, dass jemand, der der Gesinnung dieser Partei anzuhängen vermag, tatsächlich auch eine Ideologie vertritt, die mit den meisten Philosophien von Unternehmen oder auch Vereinen nicht vereinbar scheint.

Gleichzeitig hat sich im aktuellen Fall aber wohl noch keinerlei Vorfall ergeben, der rechtfertigen würde, diese Annahme auch zu belegen. Die Demokratie verlangt uns nicht selten einen Spagat ab, der weh tut, aber eben auch gegenüber denjenigen betrieben werden sollte, die offenkundig diese Gesellschaftsform hinterfragen: Weltanschauung einerseits, die man so lange als privat respektieren muss, wie nicht das Gegenteil bewiesen ist – und andererseits das öffentliche Auftreten und auch das Verhalten, beispielsweise im Job oder eben im freiwilligen Dienst.

Es mag zwar absurd klingen, wenn ein NPD-Mitglied sich in der Jugendarbeit für das Wohl von Migranten einsetzt. Und natürlich könnte man hier auf die Idee kommen, dies geschehe nur zur Wahrung eines Scheins oder aus Eigennutz. Doch gilt für mich als Demokraten unser Grundgesetz mit all den Menschenrechten eben auch für jemanden, in den mein Vertrauen auf Verantwortung arg strapaziert wird, wenn ich seine Biografie verfolge.

Selbst wenn es nicht leicht ist, will ich versuchen, die Qualifikation eines jeden Bürgers zunächst an seinem Handeln zu bemessen. Dass der Ruf eines Vereins darunter leiden mag, wenn ein NPD-Mitglied dort engagiert ist, ist eine durchaus nachvollziehbare und ebenso berechtigte Befürchtung. Gerade in Tagen, in denen wir darüber debattieren, wie wir unsere Werte verteidigen können, gehört es wohl aber eben auch zum Verständnis von Rechtsstaatlichkeit, dass wir manche Unwägbarkeit aushalten müssen, um uns in der Bewahrung dieses demokratischen Staatswesens nicht noch weiter angreifbar zu machen. Das heißt nicht, dass wir alles tolerieren müssten. Aber vielleicht doch, dass wir uns dem stellen sollten, was uns herausfordert – statt es voreilig mundtot zu machen und mit der Keule des Verbietens auch das zu zerstören, was wir doch aufrecht halten wollen: die Freiheit.

[Dennis Riehle]

PressemitteilungHeftige Kritik an Aussagen des Islamwissenschaftlers Mouhanad Khorchide

Die „Humanistische Alternative Bodensee“ (HABO) kritisiert die Aussagen des Islamwissenschaftlers Mouhanad Khorchide, der im Interview mit dem SÜDKURIER vom 20.11.2015 geäußert hatte: „Religion ist nie die Ursache von Gewalt“. Der Sprecher der HABO, Dennis Riehle, bemängelt die Undifferenziertheit dieser Festhaltung: „Ich denke, mit solch einer generalisierten Verteidigung der Religion macht man sich die Sache doch ein wenig zu einfach“. Immerhin sei bereits die ursprüngliche Bedeutung des Religionsbegriffs verräterisch: „Schlichtweg geht es in der Religion im Sinne des Worte ja um das ‚Bedenken‘, um die Einhaltung von Vorschriften“, so Riehle. „Und diese Vorgaben holen sich die meisten Religionen aus ihren Schriften oder den Wegweisungen ihrer Gründer, aus denen rasch auch Dogmen werden, die zu einem Handeln auffordern“.

Khorchide hatte seine Meinung im Kontext zu den Anschlägen von Paris kundgetan. Für Riehle ist es hierbei nicht vorstellbar, dass eine Religion aus ihrer Verantwortung genommen wird: „Wenn sich Terroristen im Namen ihrer Religion zu Gewalttaten bekennen, hören wir in diesen Tagen gerade von gemäßigten Muslimen oft, dass dieses Verständnis von Religion nicht das ihre sei. Das glaube ich zwar tatsächlich, letztlich täuscht aber der Umstand nicht darüber hinweg, dass solche Attentäter wie in Frankreich ihr Verhalten mit Texten rechtfertigen, die man im Koran finden oder entsprechend eben auslegen kann“. Ohne eine humanistische Wertvorstellung und ethisch geprägte Menschenrechte sei Religion anfällig dafür, missbraucht zu werden – und dann sei sie, so Riehle, auch Ursache von Gewalt.

„Dass wir im Christentum heute kaum noch „Mord und Totschlag“ erleben, liegt allein daran, dass diese Religion eine Säkularisierung durchgemacht hat“, verweist der HABO-Sprecher, und fügt hinzu: „Die Bibel würde sich ebenso eignen, im Namen einer Religion Gewalt zu begehen. Da nutzt es auch nichts, wenn sie an einer Stelle zwar von Frieden spricht, an anderer dann aber doch wieder vom ‚Vertilgen‘ der Ungläubigen schwadroniert (wie im „Buch der Sprüche“ u.v.a.) oder ihnen sogar Morde unterstellt (wie in den „Psalmen“ u.v.a.). Allein die Obrigkeit von Rechtsstaatlichkeit, menschenfreundlicher Philosophie und einem Gesellschaftsverständnis, das unveränderliche (weltliche!) Gesetze hoch hält und Staat und Religion trennt, kann dazu beitragen, dass solche Worte letztlich nicht buchstäblich verstanden werden“, erwidert Riehle die Überzeugung des Khorchides abschließend.

[Dennis Riehle]

Veröffentlicht unter Glaube.

Pressemitteilung
Über 150 Hilfsgesuche im laufenden Jahr zeigen deutlichen Bedarf an Hilfestellung

Die Litzelstetter Sozial- und Pflegesprechstunde entwickelt sich zu einer wichtigen Hilfestellung auf dem Bodanrück. Wie der Leiter der Sprechstunde, Dennis Riehle, im Blick auf das Jahr 2015 zusammenfasst, haben sich neue Rekorde ergeben. Insgesamt wurde er knapp 150 Male kontaktiert, davon entfielen rund ein Drittel auf persönliche Gespräche während der Sprechstunden-Termine in der Ortsverwaltung Litzelstetten, zwei Drittel der Anfragen erreichten ihn per Mail oder Telefon.

Inhaltlich hätten sich mehrere Schwerpunkte herausgestellt: „Das Thema der ‚Pflegeversicherung‘ mit all ihren Leistungen, die Schwerbehinderung, die Vorsorge für das Alter in Form von Verfügungen und Ansprüche auf Wohngelder sowie weitere Sozialhilfen bei Erwerbs- und Arbeitslosigkeit oder in der Rente waren die häufigsten Anliegen“, so Riehle. Er könne lediglich eine Erstberatung geben, beim Ausfüllen von Anträgen helfen oder im Zweifel an die passenden Ansprechpartner vermitteln. „Häufig geht es aber erst einmal darum, das Problem einer eher vertrauten Persönlichkeit vorzubringen. Da hilft mir vielleicht auch, dass mich Viele dann doch als ‚Ureinwohner‘ kennen und ein niederschwelliger Zugang möglich ist“, schätzt der 30-Jährige den Erfolg des Projekts ein. Mittlerweile habe die Sprechstunde aber auch eine weitere Aufgabe: „Immer öfter suchen mich Menschen auf, die einfach nur einsam sind und erzählen möchten. Da ist schon ein seelsorgerlicher Aspekt mit dabei, wenn mir komplette Lebensgeschichten und das Herz ausgeschüttet wird. Aber auch dafür bin ich natürlich da!“, stellt Riehle fest, der neben seiner langjährigen Erfahrung in der Selbsthilfe, dem sozialen Engagement und als Pflegelotse auch beruflich entsprechende Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt hat, die ihm nun nutzen.

Die Sprechstunde wird auch wiederkehrend von Einwohnern aus anderen Stadtteilen und umliegenden Ortschaften aufgesucht. Sie wird von der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. getragen, steht allen Bürgern offen und ist kostenlos, da Riehle ehrenamtlich arbeitet. Daneben hält er regelmäßig Vorträge für den Verein, zuletzt über „Schwerbehinderung“ und die „Pflegereform“. Beide Präsentationen können entgeltfrei bei ihm angefordert werden. Dies gilt auch für eine achtteilige Reihe an Informationsblättern über die deutsche Pflegeversicherung. Eine Anmeldung zur Sprechstunde ist nicht nötig. Sie findet in der Regel am 2. Montag im Monat von 9 – 11 Uhr und am 4. Donnerstag im Monat von 15 – 17 Uhr im Rathaus Litzelstetten, Großherzog-Friedrich-Str. 10, 78465 Konstanz, 1. OG, Raum 3, statt. Die nächste ist jedoch erst im neuen Jahr. Dazwischen kann Riehle auch jederzeit vorzugsweise per Mail kontaktiert werden (Li-Na@Riehle-Dennis.de), alternativ Tel.: 07531/955401.

[Dennis Riehle]

Rolle ihrer Kirche bei der Suche nach Flüchtlingsunterkünften

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Region von Konstanz haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Besitzer von Ferienwohnungen Post erhalten. Die beiden Kirchen forderten die Wohnungsinhaber in einem Schreiben dazu auf, zu überdenken, ob die temporäre Vermietung zur Unterbringung von Flüchtlingen in Frage komme. Während von katholischer Seite eine weitgehende Zurückhaltung in der Ansprache zu erkennen war, forcierte die evangelische ihre Gangart.

Eine Ferienwohnungsbesitzerin äußerte mittlerweile, dass sie den Druck, der von der protestantischen Kirche ausgeübt werde, als „Belästigung“ und „Mobbing“ wahrnehme. Auf Nachfrage beim zuständigen Dezernat in der Konstanzer Stadtverwaltung teilte man mit, dass man dort nichts von dem Vorgehen der Kirche wisse. Die Inhaber der Ferienwohnungen fragen zu Recht, ob es die Zuständigkeit der örtlichen Kirche ist, sich bei Privatpersonen mit einer derartigen Vehemenz für die Flüchtlingsunterbringung einzusetzen – zumal diese Arbeit eigentlich in den öffentlichen Händen liegt und sicherlich keine moralische Unterstützung durch Alleingänge des hiesigen Klerus benötigt. Abgesehen davon blieb auch unbeantwortet, woher die Daten stammen, die für das Kontaktieren der Wohnungsbesitzer genutzt worden sind.

Ich möchte fragen, ob die evangelische Kirche sich selbst bereits nähere Gedanken dazu gemacht hat, Flüchtlinge in ihren Einrichtungen aufzunehmen und Eigentum als Wohnraum für Asylsuchende zu vermieten? Wird das Vorgehen ihrer Geistlichen vor Ort durch den Oberkirchenrat unterstützt? Zweckentfremdet die Kirche möglicherweise die Adressen ihrer Mitglieder für Projekte wie das momentane zur Gewinnung von Wohnraum für Flüchtlinge? Und wie begründen Sie die offenkundige Vollmacht, eigenständig auf Wohnraumsuche zu gehen und dabei auch die moralische Keule zu schwingen? Oder lassen Sie ihren Gemeinden eine derartige Freiheit, sich mit solchen Aktionen auch politisch zu positionieren und offenkundig in hoheitliche Aufgabengebiete des Staates einzudringen?

Freundliche Grüße

[Dennis Riehle]

Lesermeinung

Eine Partei, die von den verschiedensten Meinungen lebe, seien „Bündnis 90/Die Grünen“ – so wurde es zumindest stets betont, wenn wieder einmal gestritten wurde innerhalb der Kraft, die sich nicht nur durch ihre ökologischen, sondern durchaus immer neu polarisierenden Forderungen profiliert.

Ob beim Kriegseinsatz auf dem Balkan oder bei den „Hartz“-Reformen: Sobald Idealismus auf Wirklichkeiten trifft, dann fliegen eben auch dort mal Farbbeutel oder die Fetzen – verbal gesehen. So war es bei Ministerpräsident Kretschmann, nachdem er für die „Grünen“ erstmals die Führung einer Landesregierung übernahm und schlussendlich eingestehen musste, dass politische Verantwortung doch ganz anders ist als Opposition.

Und nun sind es die grünen Kommunalpolitiker, die im Angesicht der „Flüchtlingskrise“ gleichsam mit Fakten konfrontiert sind – wie eben der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer. Dass die „Grüne Jugend“ sogleich seinen Rücktritt forderte, als dieser Illusionen nahm, zeigt deutlich, dass diese Partei noch weit entfernt scheint von der Fähigkeit, in der breiten politischen Landschaft in der ersten Riehe zu stehen.

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Konstanz. Die Selbsthilfeinitiative „Hormonelle und Stoffwechselerkrankungen“ im Kreis Konstanz hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie steht Betroffenen, Angehörigen sowie der Fachwelt und Interessierten als Ansprechpartner zur Verfügung. Abhängig von der Nachfrage ist auch die Bildung einer Gruppe zu wiederkehrenden Treffen denkbar. Bis dorthin wird ehrenamtlich Beratung von Erkrankten für die genannte Zielgruppe im Vordergrund stehen, aber auch die Vermittlung an passende Behandlung und Therapie, die Zurverfügungstellung von Informationsmaterial sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Repräsentanz der Anliegen gegenüber Politik und Gesellschaft im Sinne der Betroffenen.

Angesprochen sind vornehmlich Menschen, die an Störungen von endokrinen Drüsen leiden, wobei ein Schwerpunkt bei den Erkrankungen von Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und Nebenniere liegt. Aber gleichsam zählen Schilddrüse, der Hypothalamus, der Thymus, die Zirbeldrüse, Bauchspeicheldrüse, Eierstock und Hoden dazu. Über- oder Unterfunktionen treten meist durch Tumore, Hirnschädigungen, angeborene oder ohne erkennbaren Grund (idiopathisch) auftretende Ursachen auf. Symptome können durch den Ausfall oder die übermäßige Produktion verschiedenster Hormone beispielsweise den sexuellen Reifungsprozess, die psychische Gesundheit, die Ausbildung der Genitalorgane, die Aktivität der Muskeln, das Wachstum des Körpers oder den Kreislauf die neurologische Befindlichkeit beeinflussen.

Auswirkungen sind überdies vor allem auf den Stoffwechsel möglich, weshalb Erkrankungen in diesem Bereich die zweite Säule der Selbsthilfeinitiative bilden. Zu denken ist dabei an Diabetes“ Über- und Unterversorgung mit Mineralstoffen, Adipositas, Lipid-, Purin-, Aminosäuren-, Fett- und Kohlenhydrate-Stoffwechselstörungen.

Die Kontaktdaten der Selbsthilfeinitiative sind: Dennis Riehle, Tel.: 07531/955401, Mail: mail@hormone-stoffwechsel.de. Sie kann selbstverständlich auch überregional und aus dem Ausland angefragt werden. Ihre Arbeit erfolgt unentgeltlich. Ein Flyer ist dieser Pressemitteilung zugefügt.

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Der Vorsitzende des Selbsthilfenetzwerkes KOMMIT im Landkreis Konstanz, Dennis Riehle, ist von seinem Amt zurückgetreten. Er schied auch aus dem Sprecherrat aus, der die Interessen der rund 160 Selbsthilfegruppen in der Region vertritt. Der 30-Jährige hatte seine Entscheidung bewusst im Vorfeld der Mitgliederversammlung des nicht eingetragenen Vereins erklärt, um dort bereits die Beratung über seine Nachfolge zu ermöglichen.

Riehle begründete den Entschluss damit, dass er nach zehn Jahren ehrenamtlicher Arbeit in der Selbsthilfebewegung Platz für neue Gesichter schaffen möchte. Man stünde vor Herausforderungen, wie der Überalterung der Gruppenleiter oder rückläufiger Nachfrage an den Zusammenkünften bei gleichzeitig stark steigendem Bedarf an individuell ausgerichteten oder digitalisierten Selbsthilfeangeboten, die viel Energie benötigten. Dafür brauche es frische Kraft, denn er selbst müsse aus gesundheitlichen Gründen verschiedene Belastungen rückfahren. Schlussendlich habe sich eine solche Aufgabe „auch mal abgeschliffen“, was Zusammenarbeit, Atmosphäre und Struktur betreffe. „Ein Wechsel tut dem Netzwerk sicher gut!“, meint der scheidende Vorsitzende.

Er wolle sich weiterhin für seine eigenen Selbsthilfeinitiativen zu Augen-, endokrinen, neurologischen und psychischen Erkrankungen einsetzen, Betroffene und Angehörige in dieser Funktion ehrenamtlich beraten, für die Fachwelt als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, aber auch an Vorträgen und Diskussionen teilnehmen sowie zur Vernetzung und für die Öffentlichkeitsarbeit seine Erfahrung einbringen. Darüber hinaus widme er sich wieder umfangreicher dem Bürgerschaftlichen Engagement im Gesundheits- und Sozialwesen, aber auch in der Bürgerbeteiligung, der gesellschaftlichen Debatte und der Politik, so Riehle.

Der gebürtige Konstanzer hatte sich seit 2005 für das Selbsthilfenetzwerk engagiert, neun Jahre gehörte er dem Sprecherrat von KOMMIT an und war zuletzt dessen Vorsitzender. Durch seinen Rücktritt müssen für verschiedenste Gremien neue Funktionsträger gefunden werden, in denen Riehle die Selbsthilfe bislang repräsentiert hatte.

[Dennis Riehle]

Pressemitteilung

Die Initiative „Bodanbürger“ ist nun auch ein Verein. In einer Gründungsversammlung am 28. Oktober 2015 in der Ortsverwaltung Dettingen-Wallhausen wurde einstimmig die Satzung verabschiedet, die die Grundlage für eine Eintragung in das Vereinsregister darstellt. Mit der Unterschrift von bislang fünf Gründungsmitgliedern und weiteren, die bereits von Interessierten angekündigt wurden, kann die Urschrift der Vereinssatzung zur Anmeldung beim Amtsgericht Freiburg eingereicht werden. Die Anerkennung auf Gemeinnützigkeit erfolgt noch nicht, da die „Bodanbürger“ neben dem Zweck der Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements noch einen weiteren aus der Liste der Abgabenordnung erfüllen müssen. Der neu gewählte Vorstand um Wolfgang Flick (Vorsitzender), Dennis Riehle (Erster Stellvertretender Vorsitzender, Schriftführer) und Ulrike Flick (Zweite Stellvertretende Vorsitzende, Kassiererin) zeigte sich aber optimistisch, durch Präsenz in der Öffentlichkeit dieses Ziel noch erreichen zu können.

Die Versammlung wählte überdies Martin Romer als Beisitzer. Bis zu fünf weitere Personen können hinzu kommen, wobei der Vorstand darauf achten möchte, dass alle Teilorte des „Bodanbürger“-Einzugsgebiets – also die Konstanzer Bodanrückvororte und Allensbach mit seinen Ortsteilen – unter den Beisitzern repräsentiert sind. Entsprechende Nachwahlen sind für die erste Mitgliederversammlung vorgesehen, die im März oder April 2016 einberufen werden soll. Auch legte die Gründungsversammlung die Mitgliedsbeiträge fest: Demnach beträgt der reguläre Mindestbetrag 49 Euro jährlich für Privatpersonen, Fördermitglieder, Institutionen, Unternehmen und Organisationen. Familienangehörige, Studenten, Auszubildende und Menschen mit geringem Einkommen zahlen einen ermäßigten Beitrag von mindestens 19 Euro. Freiwillig kann auch jederzeit ein höherer Mitgliedsbeitrag entrichtet werden.

Wolfgang Flick legte der Gründungsversammlung die Gründe dar, weshalb die vor über zwei Jahren ins Leben gerufene Initiative „Bodanbürger“ nun zum Verein werden sollte: Einerseits wolle man solide Strukturen schaffen, die von Seriosität und Verlässlichkeit gegenüber der breiten Öffentlichkeit zeugten. Auch die Finanzierung des Bürgerportals könne somit auf stabilere Füße gestellt werden. Letztendlich erhoffe man sich gleichsam, durch diese Institutionalisierung weitere Mitstreiter anzusprechen, die das Team unterstützten. Gerade außerhalb von Litzelstetten wolle man weitere Engagierte gewinnen, die sich mit der Idee der „Bodanbürger“ identifizierten. Die Verbundenheit mit der Region sei vielen Menschen ein Anliegen – und gleichzeitig brauche es Möglichkeiten, sich ins das gesellschaftliche Leben vor Ort einbringen zu können. Dafür seien die „Bodanbürger“ die ideale Plattform, die durch ihre Ehrenamtlichkeit eine Vielzahl an Diensten für die Bevölkerung frei zur Verfügung stellen könne.

Im Ausblick formulierte der frisch gewählte Vorsitzende, dass man die bisherige Arbeit fortsetzen wolle und nun umgehend die Anmeldung beim Registergericht vorantreiben werde. Mit Pressearbeit und einer aktiven Werbung von Interessenten wolle man die bereits zur Gründung eingegangenen und zugesagten zehn Mitgliedsanträge um ein Vielfaches erhöhen. Als Projekte überlege man sich die Eingliederung bestehender Angebote unter das Dach der „Bodanbürger“, wolle aber auch Anstöße geben – beispielsweise für den Einkaufsservice „1korb“ oder den eigenen „Online-Shop“. Als Schwerpunkte werde man ein Dossier zu den Landtagswahlen im nächsten Jahr erarbeiten und auch die Entwicklung um die Flüchtlinge begleiten. Die Erfahrungen aus der bisherigen Arbeit seien ein wesentlicher Beitrag, um die Aktivitäten nun noch zu erweitern: „Wir gehen die anstehenden Chancen, die sich schlussendlich für die ‚Bodanbürger‘ durch die Vereinsgründung ergeben haben, mit viel Elan an“, zeigte sich der Vorstand zum Abschluss der Versammlung zuversichtlich.

Die Satzung, aber auch der Mitgliedsantrag finden sich auf www.bodanbürger.de und können auch gern zugesandt werden (bitte über Tel.: 07531/697171, Mail: post@bodanbuerger.de melden).

[Dennis Riehle]

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Universität Konstanz ist durch Ihr Haus meine Petition vom 21. April 2015 zur Bearbeitung zugeleitet worden. Die Hochschule hat diese Eingabe bis heute nicht beantwortet.

Als zuständige Stelle ist sie nach Art. 17 GG hierzu aber verpflichtet. Ich habe dem Rektor mittlerweile erläutert, dass ich einen Entscheid auf meine Petition nicht mehr erwarte, nachdem davon auszugehen ist, dass die Universität als Empfänger einer Petition als Teil der Verwaltung an § 75 VwGO gebunden sein dürfte – also eine Stellungnahme nach maximal 3 Monaten abzugeben hätte.

Entsprechend rüge ich die Hochschule wegen vermeintlicher Verletzungen von Art. 17 GG und § 75 VwGO.

Damit ist der Vorgang als abgeschlossen anzusehen.

Freundliche Grüße

[Dennis Riehle]

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Beitrag „Rentner kassieren 5 Prozent mehr: Zahlen alle anderen jetzt wieder drauf?“, der am 29.10.2015 im „FOCUS online“ Newsletter erschienen ist, verstößt nach meiner Auffassung gegen Ziffern des Pressekodexes. Entsprechend wird eine Beschwerde vorgebracht. Ein Ausdruck ist beigefügt.

Begründung:

Die Wortwahl des „Kassierens“ in der Überschrift ist nach meiner Einschätzung ein Verstoß gegen Ziffer 12 des Pressekodexes. Immerhin wird mit diesem Titel durchaus suggeriert, dass sich die Zugehörigen zu einer sozialen Gruppierung – nämlich die Rentner – unberechtigt durch eine Rentenerhöhung bereichern würden, die ihnen nicht zustehe. Der „Duden“ beschreibt den Begriff unter anderem mit „jemandem etwas wegnehmen; beschlagnahmen; sich etwas aneignen“. Verbindet man diese Bedeutung noch mit dem Fragesatz der Überschrift, wird diese vorwurfsvolle und beschuldigende Konnotation bestärkt. Ein Ausspielen verschiedener Bevölkerungsteile kann nicht Aufgabe der Presse sein und ist zu Recht im Pressekodex unter genanntem Abschnitt als unzulässig benannt.

Dass der Bericht insgesamt zu einer Tendenz der Unterstellung gegenüber den Rentnern votiert, zeigt auch die Unterüberschrift des letzten Absatzes, in der die Mutmaßungen aus dem Titel in eine klare Frage formuliert werden: „Bereichern sich die Rentner auf Kosten der Jungen?“. Auch wenn man sie als rhetorisch ansehen würde, ist sie in der Lage, sozialen Neid zu schüren – was wiederum ein weiteres Kriterium für den Verstoß gegen Ziffer 12 sein könnte.

Entsprechend bitte ich um Überprüfung und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

[Dennis Riehle]

Veröffentlicht unter Medien.