Lesermeinung

Es ist wirklich schade, dass Wolfgang Bosbach zum Ende des politischen Engagements im Bundestag solch ein Bild hinterlässt: Gerade er, der über Jahrzehnte erfahren ist in der Medienlandschaft und im Umgang mit dem politischen Gegner, hätte ein dickeres Fell beweisen müssen, als es darum ging, manche Frotzeleien in der Gesprächsrunde bei „Maischberger“ auszuhalten.

Dünnhäutig und aufgekratzt wirkte er, ideologisch doch ziemlich einseitig und durchaus naiv, die Polizei blind zu verteidigen – und Demonstranten und Krawallmacher nicht differenziert genug voneinander zu trennen. Er wusste sicherlich um die Gesprächspartner – und welche Argumentationslinie die „linken“ Gäste in der Sendung verfolgen würden.

Der sonst so souveräne Politiker der CDU, er wirkte eher wie das eingeschnappte Kind, aber nicht wie ein gestandener „Polit-Profi“, der nun eine Frage selbst provoziert hat: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit erhobenem Haupt die große Bühne der aktiven Karriere zu verlassen?

[Dennis Riehle]

Veröffentlicht unter Medien.

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