Pressemitteilung

Im zu Ende gehenden Jahr 2016 hat die Litzelstetter Sozial- und Pflegesprechstunde erneut weit über 100 Anfragen beantwortet. Sie liegt mit 160 Anliegen bei der Nachfrage, die auch schon im Jahr 2015 (150) verzeichnet wurde. Dabei kam der größte Teil aus Litzelstetten (70 %, 2015: 80 %), alle weiteren aus den restlichen Vororten, der Kernstadt und Allensbach. Zu 40 % bezogen sich die Hilfegesuche auf Beratung in Sachen „Pflege“. Deutlich zugenommen haben die Bitten um Unterstützung bei Anträgen auf Schwerbehinderung (25 %). 15 % betrafen sonstige Antragsstellungen, insbesondere auf Sozialleistungen wie „Hartz IV“, nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder entsprechende Eingliederungshilfen. 10 % betrafen ganz konkrete Hilfsangebote der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V., die die kostenlose Sprechstunde für alle Bürger trägt.

Die restlichen Anfragen, so ihr ehrenamtlicher Leiter Dennis Riehle, waren dagegen Gesprächsanliegen: „Da geht es um ein offenes Ohr, um das Zuhören und einfach ums Dasein. Gerade nach Todesfällen oder in weiteren schwierigen Lebenssituationen suchen Menschen dann jemanden, dem sie erzählen können. Und weiterhin ist der Vorteil unseres Angebots, dass einerseits eine nicht familiäre, aber eben doch im Ort bekannte und gleichzeitig mit Vertraulichkeit den notwendigen Abstand mitbringende Person gegenübersitzt. Deshalb mache ich diese Aufgabe auch gern, denn ich spüre durchaus, dass sich Menschen hier öffnen können“.

Gerade die anstehende Reform in der Pflegeversicherung hat zu vielen Unsicherheiten geführt: „Das habe ich doch deutlich wahrgenommen, dass hier ein großer Informationsbedarf bestand“, so Riehle. Oftmals gehe es auch nur um kurze Fragen, andererseits werde deutlich, dass der Bedarf an „Übersetzern“ groß ist: „Für Viele ist es einfach schwierig, Anträge oder Bescheide der Behörden zu verstehen. Das macht mittlerweile fast den größten Teil der Arbeit aus, auszufüllen und zu erklären“.

Bewährt hat sich mittlerweile das Vorgehen, keine offenen Sprechstunden mehr anzubieten: „Seitdem die meisten Kontakte über Mail, Telefon oder Post zustande kommen, wird die Hilfestellung deutlich nachhaltiger. So können sich die meisten Anfragen auf diesem Weg bereits abhandeln lassen, und ich habe mehr Zeit für diejenigen, mit denen ich tatsächlich einen Termin für eine persönliche Begegnung vereinbare“. So wird die Handhabung auch für das kommende Jahr sein: Die Sozial- und Pflegesprechstunde ist jederzeit vorrangig elektronisch und postalisch zu erreichen (Li-Na@Riehle-Dennis.de oder: Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz), alternativ per Telefon (07531/955401).

[Dennis Riehle]

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