Pressemitteilung

Konstanz. Gerade unter dem Aspekt der derzeitigen Debatte über eine Abschaffung oder Liberalisierung des § 219a StGB sind die neuesten Daten über stattgehabte Abtreibungen in Deutschland ein Warnsignal. Im bisherigen Jahresverlauf 2017 ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche demnach gestiegen. „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass sich wieder mehr Frauen dazu entscheiden, ihr Kind abzutreiben. Es ist keine Normalität, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass das Selbstbestimmungsrecht der Frau vorgeschoben wird, um werdendes Leben zu töten. Wir wissen um die Nöte, die angehende Mütter im Ringen um ihre Schwangerschaft austragen. Doch unser Bemühen darf nicht nachlassen, mit allen Möglichkeiten der Unterstützung, Förderung und Hilfe beiseite zu stehen, damit das bewusste Einstehen für das Kind am Ende siegt“, sagt Dennis Riehle, Sprecher der Bekenntnistreuen Christen – Konstanz.

„Die neueste Statistik fällt in eine Zeit, in der Parteien darüber diskutieren, die Werbung für den Schwangerschaftsabbruch zu erleichtern – und damit lediglich denen einen Gefallen zu tun, die wirtschaftlich von Abtreibungen profitieren. Wir dürfen die Beendigung einer Schwangerschaft nicht als gewöhnliche Dienstleistung ansehen, sondern müssen so oft wie möglich verhindern, dass es zu diesem Schritt kommt. Dazu sollten auch Ärzte verpflichtet werden, statt ihnen das Recht einzuräumen, auch noch im Sinne der Abtreibung einseitig informieren zu dürfen. Eine Änderung des § 219a StGB wäre eine verheerende Botschaft gegenüber all jenen Müttern, die aus größter Verunsicherung mit dem Gedanken an einen Schwangerschaftsabbruch spielen. Denn sie würde die zwar straffreie, aber moralisch noch immer höchst anstößige Abtreibung gesellschaftsfähiger machen“, so Riehle.

Der Sprecher der Bekenntnistreuen Christen – Konstanz spricht sich anstelle einer Entschärfung des entsprechenden Paragrafen für mehr Investitionen in unabhängige Beratung durch Fachstellen aus, die ergebnisoffen zur Seite stehen. Auch müssten die finanziellen wie personellen Angebote für Frauen, die sich trotz Angst vor der kommenden Mutterschaft für ein Kind aussprechen, deutlich ausgebaut werden. Das gelte insbesondere für Alleinerziehende, aber auch Familien in wirtschaftlich prekären Situationen. „Abtreibungen sind gerade in einer Wohlstandsgesellschaft ein verwerflicher Zustand, denn es gibt nur in den seltensten Ausnahmefällen Gründe, einen Schwangerschaftsabbruch zu rechtfertigen. Frauen werden in der Regel nicht gegen ihren Willen schwanger, sie wissen um die Konsequenz, die Geschlechtsverkehr haben kann. Deshalb kann es auch keine Ausrede geben, ein Kind ‚passe‘ derzeit nicht in die Lebensplanung. Solch eine Denkweise ist geprägt von großem Egoismus und wenig Verantwortungsbewusstsein“, schlussfolgert Riehle abschließend.

[Dennis Riehle]

Veröffentlicht unter Glaube.

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