Leserbrief zu
„Gute Nachrichten für Konstanzer Bahnfahrer…“, SÜDKURIER vom 06.10.2017

Für mich bleibt die Bahn das angenehmste Reisemittel, auch wenn sie Konstanz in den letzten Jahren massiv im Stich gelassen hat. Denn nach einem anfänglich attraktiven Angebot muss man „Flixbus“ gegenüber attestieren, dass dessen Abfahrtszeiten nicht mehr zwingend der Nachfrage entsprechen.

Wer frühzeitig in einer anderen Stadt sein will oder am frühen Nachmittag zurück nach Konstanz möchte, sucht in den Fahrplänen des Fernbusses oftmals vergebens nach Verbindungen. Es bleibt dann kaum etwas Anderes übrig, als die „Schwarzwaldbahn“ als vergleichsweise zuverlässige und trotz aller Unannehmlichkeiten – vom Umsteigen bis zum Gefühl, an jeder „Milchkanne“ zu halten – doch noch einzige sinnvolle Alternative zum Rest, was der öffentliche Fern- und Nahverkehr so zu bieten hat, zu nutzen und schätzen zu lernen.

Es wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt, für die Bahn wieder in den Wettbewerb einzusteigen und die Oberzentren, die sie aufzugeben schien, zurückzuerobern. Ob das allerdings bei Konstanz mit zwei täglichen IC-Zügen auf deutschem Boden klappt, mag man noch bezweifeln. Denn bei allem Lob für die höhere Frequenz in Richtung Schweiz wäre es Aufgabe unseres Bahnunternehmens, Konstanz nicht nur ans Aus-, sondern vor allem ans Inland wieder neu anzukoppeln…

[Dennis Riehle]

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